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Ampeln mit Countdown


Autor: Richard Henrichs (2004-08-27 13:10:16)

On Fri, 27 Aug 2004 05:01:22 -0700, Michael Schwarz wrote:

> diese Verkehrsinseln dienen. Andererseits halte ich es den Fahrgästen
> durchaus für zumutbar, ihre Sorgfalt beim Überqueren der Straße
> einzuhalten. Sollte z.B. ein Bus die Sicht behindern, ist eben zu
> warten (dauert ja nicht mal eine Minute).

Anderseits halte ich es den Autofahrer durchaus für zumutbar, ihre
Sorgfalt beim Vorbeifahren am Bus einzuhalten. Sollte also eine Bus die
Sicht behindern, ist eben zu warten (dauert ja nicht mal eine Minute).

> Vielmehr kann durch Bushaltebuchten die Sicherheit erhöht werden

Sowie auch die Verspätung, solange der Individualverkehr den öffentlichen
Verkehr nicht wieder in den Verkehrsfluss lässt um keinen "lästigen Bus"
vor sich zu haben. Buchten halte ich nur für sinnvoll wo durch z.B.
Anschlussverbindungen oder ähnliches Buses ggf. warten müssen, aber nicht
an wenig frquentierten Haltestellen.

Richard

Autor: Erik Meltzer (2004-08-26 13:50:55)

Moin!

Enrico Dörre schrieb:
> Sicher kennen hier viele diese "Zusatzampeln" auf denen abwechselnd 40,
> 50,60 leuchtete um die Geschwindigkeit anzuzeigen mit der man die
> nächste Ampel bei Grün erreicht. Diese Dinger sind auch ausgestorben

Nö, in Salzgitter-Bad z.B. gibts die noch. Die Akzeptanz
scheint mir gut.

Liebe Grüße,
Erik.
--
"Es spielen immer öfter Gruppen, die wir mögen, in unserer vollgefressnen,
geisteskranken Stadt; doch wir verzichten auf den Anblick unsrer Helden, weil
uns Enttäuschung unverhofft verbittert hat: sind sie denn wirklich schon so
abgrundtief gesunken, daß sie es nötig haben, *hier* zu konzertiern?" -- HRK

Autor: Erik Meltzer (2004-08-26 13:50:55)


Autor: Erik Meltzer (2004-08-26 13:50:55)

Moin!

Enrico Dörre schrieb:
> Sicher kennen hier viele diese "Zusatzampeln" auf denen abwechselnd 40,
> 50,60 leuchtete um die Geschwindigkeit anzuzeigen mit der man die
> nächste Ampel bei Grün erreicht. Diese Dinger sind auch ausgestorben

Nö, in Salzgitter-Bad z.B. gibts die noch. Die Akzeptanz
scheint mir gut.

Liebe Grüße,
Erik.
--
"Es spielen immer öfter Gruppen, die wir mögen, in unserer vollgefressnen,
geisteskranken Stadt; doch wir verzichten auf den Anblick unsrer Helden, weil
uns Enttäuschung unverhofft verbittert hat: sind sie denn wirklich schon so
abgrundtief gesunken, daß sie es nötig haben, *hier* zu konzertiern?" -- HRK

Autor: Robert Weemeyer (2004-08-27 15:03:34)

Frank Kemper schrieb:

> "Hans-Ulrich Neumann" haute in die Tasten:
>
> > Die Bushalterstellen gehören nach Möglichkeit nicht an die
> > Durchgangsstraßen, sondern ins Dorfinnere gelegt.
>
> Na, dann werden sich die Dörfler aber freuen, wenn bei ihnen regelmäßig
> der Bus durch die engen Gassen cruist;-)

Bei anderen Dörfern wiederum führt die Durchgangsstraße durchs
Dorfinnere.

Robert Weemeyer, Berlin

Autor: Axel van Bergen (2004-08-27 18:45:34)

Ralf Kiefer wrote:

> So was Fortschrittliches gibt es eben nur außerhalb der EU ;-)


Ich könnte mir vorstellen, dass die äußerst geringe Verbreitung solcher
Ampeln in D damit zu tun hat, dass doch recht viele Ampelanlagen
verkehrsabhängig gesteuert werden. Das würde die Geschichte nicht
unmöglich, aber vermutlich doch um einiges komplizierter machen.

Gruß,
Axel

Autor: spamkuebel@digiverse.net (Michael Schwarz) (2004-08-27 14:48:49)

Richard Henrichs wrote:
> On Fri, 27 Aug 2004 05:01:22 -0700, Michael Schwarz wrote:
>
> > diese Verkehrsinseln dienen. Andererseits halte ich es den Fahrgästen
> > durchaus für zumutbar, ihre Sorgfalt beim Überqueren der Straße
> > einzuhalten. Sollte z.B. ein Bus die Sicht behindern, ist eben zu
> > warten (dauert ja nicht mal eine Minute).
>
> Anderseits halte ich es den Autofahrer durchaus für zumutbar, ihre
> Sorgfalt beim Vorbeifahren am Bus einzuhalten.
Dem widerspricht sicherlich niemand.
>
> > Vielmehr kann durch Bushaltebuchten die Sicherheit erhöht werden
>
> Sowie auch die Verspätung, solange der Individualverkehr den öffentlichen
> Verkehr nicht wieder in den Verkehrsfluss lässt um keinen "lästigen Bus"
> vor sich zu haben.
"Lästig" wird ein Bus doch nur durch das Halten auf der Straße.
Ansonsten könnten der Verkehr den (mit Einschränkungen) überholen. So
würden sich für den Bus erst gar nicht nennenswerte Wartezeiten beim
Wiedereinfädeln in den fließenden Verkehr ergeben. Andererseits halte
ich die Verkehrsflüsse für ausreichend gut messbar, so daß auch mit
Haltebuchten gut vorhergesagt werden kann, welche Zeit benötigt wird,
eine bestimmte Strecke abzufahren. Verspätungen ergeben sich dagegen
im allgemeinen erst durch einen zu optimistischen Fahrplan.

Autor: Gerald Gruner (2004-08-28 18:05:52)

Hallo Wolfgang Allinger, am 26 Aug 2004 schriebst du:

> >Wenn die Ökospinner das glauben, sind die noch weltfremder
> >als ich dachte.

ACK.
Das sollte man nur nicht auf alle am Umweltschutz intreressierten und
engagierten Menschen verallgemeinern (wird gerne getan). Umweltschutz
ist wichtig und notwendig.
Bei "Ökospinnern" gewinnt er aber fast religiöse Qualität und ist
daher gerne mit Extremismus und vollkommenem Realitätsverlust
verbunden.


> Das kann man hier in der Gegend an sehr viele Beispielen zeigen.
> z.B. *Renaturierung* der Ohligser Heide. Da wurde alles an Bäumen (zu
> tausenden!) rausgerupft, Wanderwege, Spielpätze, Freibad, Parkplätze
> usw. alles weg "was da nicht hingehört", Sumpfgebiete angelegt etc.
> Dieses Gebiet wurde übrigens um 1920 trockengelegt, weil man in SG-
> Ohligs im Sommer vor lauter Mücken die Sonne nicht mehr sehen konnte.
> Wird wohl in wenigen Jahren wieder so sein.

Und das allerschlimmste sind IMHO die "reisenden Ökospinner", die nach
besten St.Florians-Prinzip ihre "Religion" nur anderswo ausüben,
niemals aber vor der eigenen Haustüre.

Z.B. die obige Mückenplage betrifft ja nur dort wohnende Leute.


> BTW im Mittelalter waren da Eichenwälder, die fürn Schiffsbau und
> Bergbau abgeholzt wurden. Die Brache versumpfte und wurde dann im
> 18.Jahrhundert zu einer Heide. Drum der Name.
>
> Gibt übrigens auf der A3 auch eine Raststätte mit dem Namen Ohligser
> Heide, da die A3 diese Areal durchschneidet.
>
> Man hätte auch Eichenwälder als *natürlich* machen können. Wollte
> man aber nicht, da es ja Heide werden soll! Denn die Spinner legen
> fest, was Natur ist!

Das ist halt so bei Religionen. Der Gläubige oder die Oberpriester
legen fest, was richtig und was falsch ist - und alle Abweichungen
sind Ketzerei... :-(


Dann gebe ich auch mal einen ähnlichen Fall zum besten:
Vor >15 Jahren bekam in meiner früheren Heimat ein Modellsportverein
(solche funkferngesteuerte Modelle verschiedenster Größe) plötzlich
Probleme durch Einsprüche und Klagen gegen sein Vereinsgelände. Sie
hatten eine renaturierte, weit außerhalb gelegene Müllkippe mit viel
Eigenarbeit hergerichtet, so dass man nicht mehr sieht, was das mal
gewesen war. Dort haben sie für ihren Modellsport Bahnen und ein
Vereinsheim usw. angelegt und meist an Wochenenden dort Wettrennen
(und sicherlich auch Grillabende usw.) gemacht. Es gab im Umkreis
vielleicht 10 Nachbarn, der nächste etwa 500m entfernt, und über 10
Jahre lang hat es dort keinelei Probleme gegeben.

Tja, bis dann irgendwann plötzlich Beschwerden und Einsprüche bei der
Stadt und AFAIK auch eine Klage vor Gericht wegen Naturschutz,
Lärmschutz, Störung der Tierwelt... aufschlugen, wobei erst keiner
wußte, wo diese überhaupt her kamen.
Irgendwann stellte sich dann heraus, dass sie von "Ökospinnern" aus
über 100km Entfernung stammte, die anscheinend systematisch solche
Aktionen machten. "Stellvertreterkriege" gegen solche Vereine waren
wohl das Hobby der Klageerheber.
Das hirnkranke war, dass vorallem mit der Lärmbelastung für die
Nachbarn und die Tierwelt durch die Modellmotoren argumentiert wurde,
da die übrigen Argumente sich recht schnell als haltlos herausgestellt
hatten. Seltsam nur, dass sich keiner der Nachbarn beschwert hatte.
Und die Tierwelt hat auch kaum Probleme mit den Modellbauern, sondern
allenfalls mit der Durchgangsstraße, die dort entlang führte. Aber
gegen Autos argumentiert sich halt schwerer als gegen einen harmlosen
Verein...

Den Verein gibt es meines Wissens heute noch. Ob die "Spinner" in die
Klapse gewandert sind oder heute noch Deutschland auf der Suche nach
Klagemöglichkeiten bereisen, ist mir unbekannt...


MfG
Gerald

--
No trees were killed in the sending of this message. However
a large number of electrons were terribly inconvenienced.

Autor: Erik Meltzer (2004-08-28 13:49:50)

Moin!

Hans-Ulrich Neumann schrieb:
> Robert Weemeyer wrote:
> > Wie war das noch mit dem Vorbeifahren an haltenden Bussen? Du weißt
> > es? Gut. Aber wie viele halten sich daran? Tja.
>
> In beiden Fahrtrichtungen nur mit äußerster Vorsicht, nötigenfalls
> anhalten, noch fahrende, bereits warnblinkende Busse dürfen nicht
> überholt werden.

Jau. Wenn sie denn warnblinken. Hier (Braunschweig) tuns
die wenigsten. Und wenn sie es tun, rechnen sie scheints selber
nicht damit, daß man sich dran hält -- ich wurde jedenfalls schon
mehrfach wüst beschimpft und einmal vom anfahrenden Bus auf die
Gegenfahrbahn abgedrängt, als ich mit Schrittempo dran vorbeifuhr.
Das Problem ist, daß man, wenn man erstmal neben dem Bus ist, nicht
mehr unterscheiden kann, ob der noch warn- oder schon links blinkt.

Liebe Grüße,
Erik.
--
"Wer sowas macht, der gehört vors Gericht gestellt."
-- Zuschauerreaktion aufs World Trade Center-Attentat

Autor: Ingo Braune (2004-08-28 19:33:44)

Wolfgang Allinger wrote:

> Zusätzlich sog. Buskaps, die werden in
> die Hauptstrasse reingebaut. Anfangs sogar noch mit einem Bordstein drum
> rum. Sowas wie Parkbuchten aber in Richtung Fahrbahnmitte! Nachdem da
> einige nachts ihren Wagen dran zersemmelt haben und die Stadt den
> Schaden bezahlen musste (erst nach langen teuren Rechtsstreits) haben
> sie die wieder abgebaut. Jetzt sind es nur noch Betonplatten auf
> Fahrbahniveau. Kannste gefahrlos drüberfahren, inzwischen auch ohne
> Sanktionen. Aber der Beton bleibt, damit sich die Ökospinner wenigsten
> einen moralischen Sieg vor die Stirn klatschen können.

Ist das also nur ein Gerücht, daß die Betonplatten nötig sind, weil die
Busse sich mit ihrer Schaukelhydraulik an jeder Haltestelle auf
Bordsteinniveau absenken und dann wieder auf Normalhöhe anheben, und der
herkömmliche Fahrbahnaufbau das nicht verkraftet?


Gruß, Ingo

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