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Leistungsverlust bei älteren Motor ?! (Golf2)


Autor: "Stefan Hoppe" (2003-11-19 00:58:13)

Hallo,

ich fahre einen Golf 2, Bauj.90, 66KW, RP-Motor mit jetzt 230TKM.
Die Maschine läuft gut allerdings fehlt der Durchzug bzw. die Leistung.
Endgeschwindigkeit ist mit ach und krach bei 160km/h, die Drehzahl geht
nicht mehr über ca.4200 u/min. Kann man hier etwas tun ? Bringen neue
Kolbenringe mit Übergröße etwas ? Wäre für jeden Kommentar oder Tip
dankbar.

Stefan

Autor: "Thomas Endesfelder" (2003-11-19 02:06:08)

wäre das ein alter BMW mit M40 drin, würd ich fast meinen die nocke ist
schön eingelaufen, ob das für einen golf auch gilt?

M grübelnden G
Thomas

Autor: "Thomas Endesfelder" (2003-11-19 02:06:08)


Autor: "Thomas Endesfelder" (2003-11-19 02:06:08)

wäre das ein alter BMW mit M40 drin, würd ich fast meinen die nocke ist
schön eingelaufen, ob das für einen golf auch gilt?

M grübelnden G
Thomas

Autor: "Claudio di Francesco" (2003-11-19 06:53:31)

Was kommt bei einer Kompressionsprüfung raus?

Das sollte die Antwort auf deine Frage bringen, ob da was an Kolben, Ringen
etc. gemacht werden muß. Andererseits ist bei dem Fahrzeugalter dann eher
eine Maschine vom Verwerter für ein paar EUR die bessere Alternative.

Sind alle relevanten Einstellungen am Motor richtig (Zündung, etc...)?

Autor: "Georg Kaiser" (2003-11-19 07:28:17)

"Thomas Endesfelder"
> wäre das ein alter BMW mit M40 drin, würd ich fast meinen die nocke ist
> schön eingelaufen, ob das für einen golf auch gilt?
> M grübelnden G
> Thomas

Halli-Hallo Thomas,
eingelaufene Nockenwellen sind bei Tassen/Hydro-Stößel unbekannt, weil die
Nocke nicht mittig auf der "Tasse" läuft sondern ca. 1mm seitlich versetzt.
Es dreht sich also die "Tasse" unter der Nocke, dass bewirkt das sich da
nichts einlaufen kann im Gegensatz zu den Schlepphebeln im M40 Motor.
Da schleift die Nocke immer auf der selben Stelle auf dem Hartgußteil am
Schlepphebel.
Gruß Schorsch
PS.: Stefan, ich würde das Leistungsproblem am anfälligen Vergaser suchen,
aber da weiß der "Kater" mehr.
Wenn der Motor viel Öl verbraucht, kann es auch an einem zugekohlten
Auslaßkanal liegen.

Autor: Ralf Garfield Pysny (2003-11-19 07:06:57)

Stefan Hoppe schrieb:

> ich fahre einen Golf 2, Bauj.90, 66KW, RP-Motor mit jetzt 230TKM.
> Die Maschine läuft gut allerdings fehlt der Durchzug bzw. die Leistung.
> Endgeschwindigkeit ist mit ach und krach bei 160km/h, die Drehzahl geht
> nicht mehr über ca.4200 u/min. Kann man hier etwas tun ? Bringen neue
> Kolbenringe mit Übergröße etwas ? Wäre für jeden Kommentar oder Tip
> dankbar.

Bevor Du so tief in die Motorinnereien gehst und einfach
drauflosschraubst, solltest Du erst einmal herausfinden, weshalb der
Motor so wenig Leistung hat. Also eine umfassende Fehlersuche
durchführen. Fang mit dem Auslesen des Fehlerspeichers an, überprüfe den
Zustand von Luftfilter und Zündkerzen, kontrolliere, ob das Ansaugsystem
dicht ist (Flansch unter Einspritzeinheit wird gerne undicht), der
Zündzeitpunkt stimmt und die Lambdaregelung arbeitet. Dann solltest Du
die Kompression (bei warmem Motor!) prüfen, um zu sehen, ob Du wirklich
in die Innereien des Motors eindringen mußt. Noch besser ist eine
Druckverlustprüfung, aber diese Messung kann nicht jede Werkstatt
durchführen. Wenn Du diese Liste abgearbeitet hast, solltest Du genügend
Ansatzpunkte haben, wo Leistung verloren gehen kann.

Das reine Ersetzen der Kolbenringe bringt an sich nichts, im Gegenteil:
neue Kolbenringe in einem alten Zylinder können in kurzer Zeit zu einem
Fresser führen. Der Zylinder hat durch die Laufzeit eine geringe
Rauhtiefe und der Kolbenring eine größere Vorspannung, so daß der Ölfilm
sich nicht in der Zylinderoberfläche festsetzen kann und abgestreift
wird. Man sollte neue Kolbenringe deshalb nur in einem frisch
ausgehonten Zylinder einsetzen, was einer kompletten Motorüberholung
gleichkommt, weil dann auch Übermaßkolben nötig sind.


Gruß, Garfield

--
/\./\
/ o u \ Ich bin hier nur der Kater...
\<=Y=>/
---oOO-/ " \-OOo---------------------------------------------------

Autor: Thorsten Ostermann (2003-11-19 08:40:55)

Hallo Georg!

> PS.: Stefan, ich würde das Leistungsproblem am anfälligen Vergaser suchen,
> aber da weiß der "Kater" mehr.

Da kannst du lange suchen ;-) ...da der RP-Motor ein Zentraleinspritzer ist.

Gruß
Thorsten
--
Kunst kommt aber von können,
nicht von kennst du schon den neuesten trick?
Gunther in oecher.computer zum Thema "Gutes Webdesign"

Autor: "Thomas Endesfelder" (2003-11-19 15:28:38)

dacht ichs mir doch, das man das nicht so einfach übertragen kann ;)
danke

MfG
Thomas

Autor: Nico Hoffmann (2003-11-21 21:42:57)

Ralf Garfield Pysny schreibt:


> Das reine Ersetzen der Kolbenringe bringt an sich nichts, im Gegenteil:
> neue Kolbenringe in einem alten Zylinder können in kurzer Zeit zu einem
> Fresser führen. Der Zylinder hat durch die Laufzeit eine geringe
> Rauhtiefe und der Kolbenring eine größere Vorspannung, so daß der Ölfilm
> sich nicht in der Zylinderoberfläche festsetzen kann und abgestreift
> wird. Man sollte neue Kolbenringe deshalb nur in einem frisch
> ausgehonten Zylinder einsetzen, was einer kompletten Motorüberholung
> gleichkommt, weil dann auch Übermaßkolben nötig sind.

Sind schon nach dem bloßen Hohnen Übermaßkolben nötig?
Wird da schon soviel Material abgenommen?

N.
--
Nico Hoffmann - oxensepp(at)gmx.de

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