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Händler-EK --> privater VK


Autor: "Manfred Mayer" (2008-04-10 22:56:21)

Hallo Gruppe,

ein Händler (Autohaus) würde meinen alten gebrauchten Galaxy für 2600 Euro
einkaufen.
Nun würde ich aber gerne versuchen, das Auto privat zu vermarkten.
Wie würdet ihr das Auto auf Grund des Händler-EKs beim Privatverkauf
ansetzen?`

Besten Dank und Grüße,
Manfred

Autor: Wolfgang Gerber (2008-04-10 23:05:48)

Manfred Mayer schrieb:

> Hallo Gruppe,

Hallo Single

> ein Händler (Autohaus) würde meinen alten gebrauchten Galaxy für 2600 Euro
> einkaufen.

ok

> Nun würde ich aber gerne versuchen, das Auto privat zu vermarkten.

warum?

> Wie würdet ihr das Auto auf Grund des Händler-EKs beim Privatverkauf
> ansetzen?`

Das lässst sich so nicht beantworten.

Bei einem Neukauf wird für eine Inzahlungnahme einer alten Kiste oft
wesentlich mehr bezahlt als das Teil überhaupt wert ist.

Und umgekehrt zahlen manche Händler gerne gar nichts oder wenig für
ein z.B. schwer zu verkaufendes Auto oder ein Auto mit hohen Risiken.

Selbst Schwacke-Listen sagen nicht viel aus. Sind nur Anhaltswert der
von halb bis doppelt geht gegenüber dem erzielbaren Preis.

Schau in die Zeitung, bei Ebay oder Moboile.de rein. Dann siehst du
schnell wohn der Trend für genau dein Auto geht. Ist halt viel
Aufwand. Kann sich aber lohnen wenn man den Marktwert seiner Kiste
kennt.


Gruss Wolfgang

--
Achtung Spamfilter: Bei Mailantwort muss das Subjekt
das Wort NGANTWORT enthalten.

Autor: Wolfgang Gerber (2008-04-10 23:05:48)


Autor: Wolfgang Gerber (2008-04-10 23:05:48)

Manfred Mayer schrieb:

> Hallo Gruppe,

Hallo Single

> ein Händler (Autohaus) würde meinen alten gebrauchten Galaxy für 2600 Euro
> einkaufen.

ok

> Nun würde ich aber gerne versuchen, das Auto privat zu vermarkten.

warum?

> Wie würdet ihr das Auto auf Grund des Händler-EKs beim Privatverkauf
> ansetzen?`

Das lässst sich so nicht beantworten.

Bei einem Neukauf wird für eine Inzahlungnahme einer alten Kiste oft
wesentlich mehr bezahlt als das Teil überhaupt wert ist.

Und umgekehrt zahlen manche Händler gerne gar nichts oder wenig für
ein z.B. schwer zu verkaufendes Auto oder ein Auto mit hohen Risiken.

Selbst Schwacke-Listen sagen nicht viel aus. Sind nur Anhaltswert der
von halb bis doppelt geht gegenüber dem erzielbaren Preis.

Schau in die Zeitung, bei Ebay oder Moboile.de rein. Dann siehst du
schnell wohn der Trend für genau dein Auto geht. Ist halt viel
Aufwand. Kann sich aber lohnen wenn man den Marktwert seiner Kiste
kennt.


Gruss Wolfgang

--
Achtung Spamfilter: Bei Mailantwort muss das Subjekt
das Wort NGANTWORT enthalten.

Autor: "Michael Landenberger" (2008-04-10 23:12:30)

"Manfred Mayer" schrieb:

> Wie würdet ihr das Auto auf Grund des Händler-EKs beim
> Privatverkauf ansetzen?

Schon mal einen Blick auf <www.autobudget.de>; geworfen?

2600 EUR ist übrigens ein mieser Preis für einen Galaxy. Mein Galaxy
Bj. 1996 (also 1 Jahr nach Markteinführung gebaut) soll angeblich noch
über 4000 Euro bringen. Ich will ihn aber nicht verkaufen ;-)

Gruß

Michael

Autor: Ralf Koenig (2008-04-11 00:38:58)

Wolfgang Gerber schrieb:
>
> Manfred Mayer schrieb:
>> ein Händler (Autohaus) würde meinen alten gebrauchten Galaxy für 2600 Euro
>> einkaufen.
>> Nun würde ich aber gerne versuchen, das Auto privat zu vermarkten.
>
> warum?

Ich nehme mal an: Weil er hofft, einen höheren Preis zu erzielen.

>> Wie würdet ihr das Auto auf Grund des Händler-EKs beim Privatverkauf
>> ansetzen?`
>
> Das lässst sich so nicht beantworten.
>
> Bei einem Neukauf wird für eine Inzahlungnahme einer alten Kiste oft
> wesentlich mehr bezahlt als das Teil überhaupt wert ist.
> Und umgekehrt zahlen manche Händler gerne gar nichts oder wenig für
> ein z.B. schwer zu verkaufendes Auto oder ein Auto mit hohen Risiken.

Und wie soll der Kunde jetzt rausbekommen, in welchem Modus der Händler
die 2600 EUR festgelegt hat? Das kann er nur durch Vergleichsangebote
für sein Fahrzeug oder ein vergleichbares. Wobei er dann natürlich immer
noch einen Käufer finden muss.

> Schau in die Zeitung, bei Ebay oder Mobile.de rein.

Wobei man hier einen Unterschied machen muss: Zeitung und mobile.de
nennen Preise, die sich der Verkäufer wünscht. Bei ebay hast du Werte,
die am Ende (in der Regel) auch bezahlt werden.

Bei ebay sind die Höchstgebote aber in der Regel sehr niedrig. Da
preisen wohl etliche auch die Unsicherheit ein, denn nicht immer war man
vor Ort und hat das Auto wirklich gesehen.

> Dann siehst du
> schnell wohn der Trend für genau dein Auto geht. Ist halt viel
> Aufwand. Kann sich aber lohnen wenn man den Marktwert seiner Kiste
> kennt.

Also soviel Aufwand ist das bei den Online-Märkten absolut nicht. Die
Kriterien sind ja dort ratz-fatz ausgewählt.

Und bei ebay kann man auch nach beendeten Autionen suchen [Erweiterte
Suche -> Nur beendete Angebote]. Aktuell findet er 53 beendete Ford
Galaxy, sehr häufig wurde der Mindestpreis nicht erreicht, den der
Verkäufer sich erhofft hat.

Da kann sich der OP mit Baujahr, Motorversion und Ausstattung seines
Fahrzeugs mal umschauen, ob er was ähnliches findet.

Ralf

Autor: Radbert Grimmig (2008-04-11 09:54:56)

Wolfgang Gerber schrieb:

>Bei einem Neukauf wird für eine Inzahlungnahme einer alten Kiste oft
>wesentlich mehr bezahlt als das Teil überhaupt wert ist.

"oft"?

"wesentlich mehr"?

Ich hab da leise Zweifel, denn niemand hat Geld zu verschenken.

So was kommt nach meiner Erfahrung allenfalls gelegentlich als groß
annoncierte Sonderaktion vor, wenn ein Hersteller mit allen Mitteln
seinen Marktanteil künstlich raufdrücken will.

Da der Hersteller das aber entweder subventionieren oder mit
Zwangsmaßnahmen durchsetzen muss und also (erstmal) draufzahlt
und/oder seine Vertriebsstruktur gegen sich aufbringt, kann ich mir
"oft" wirklich nicht vorstellen. Zumal preisgünstige Gebrauchte
aufgrund der aktuellen rechtlichen Situation allenfalls in den Export
gehen oder aber bei solchen Aktionen direkt verschrottet werden
müssen.

Hier dagegen scheint mir der Preis absolut am unteren Ende
angesiedelt, wenn man sich mal die Nachfrage im Van-Segment anschaut.

--

Gruß
Radbert

Autor: Radbert Grimmig (2008-04-11 10:03:30)

Manfred Mayer schrieb:

>Wie würdet ihr das Auto auf Grund des Händler-EKs beim Privatverkauf
>ansetzen?

Wie soll jemand diese Frage beantworten, wenn er nicht mehr über das
Auto weiß, als dass er nach Deiner Einschätzung "alt und gebraucht"
ist? Motorisierung, Ausstattung, Zustand, Fahrleistung, Scheckheft?

Sonst kann man echt nur sagen: Stell ihn bei Ebay rein, kostet halt 49
Euro Verkaufsprovision. Schließe sicherheitshalber ausländische Bieter
aus, gegebenenfalls auch solche mit zu wenig Bewertungen, um das
Risiko von Spaßbietern zu minimieren - ernsthafte Interessenten kann
man auch einzeln freischalten, wenn sie sich rechtzeitig melden.

Reelle Verkaufserlöse kriegst Du raus, indem Du dort in der
erweiterten Suche nach beendeten Angeboten recherchierst. Das war
früher bei Fahrzeugen gebührenpflichtig, ist aber momentan scheinbar
gratis.

--

Gruß
Radbert

Autor: Ralf Koenig (2008-04-11 10:39:16)

Radbert Grimmig schrieb:

>> Bei einem Neukauf wird für eine Inzahlungnahme einer alten Kiste oft
>> >wesentlich mehr bezahlt als das Teil überhaupt wert ist.
>
> "oft"?
>
> "wesentlich mehr"?
>
> Ich hab da leise Zweifel, denn niemand hat Geld zu verschenken.

Sehe ich auch so.

> [...]
> Da der Hersteller das aber entweder subventionieren oder mit
> Zwangsmaßnahmen durchsetzen muss und also (erstmal) draufzahlt
> und/oder seine Vertriebsstruktur gegen sich aufbringt, kann ich mir
> "oft" wirklich nicht vorstellen. Zumal preisgünstige Gebrauchte
> aufgrund der aktuellen rechtlichen Situation allenfalls in den Export
> gehen oder aber bei solchen Aktionen direkt verschrottet werden
> müssen.

Das würde mich ehrlich gesagt wirklich mal interessieren: Was machen die
mit den alten Autos? Also mit denen, wo die "Zwangs"-Sachmängelhaftung
erwarten lässt, dass sie damit Probleme bekommen können.

Export: Ja, das wird wohl am häufigsten sein, aber müsste man dann nicht
mehr davon sehen? In D werden ca. 3,5 Mio Autos im Jahr (Stand 2006)
zugelassen, wenn auch nur 10% davon ihr Auto eintauschen, müssten pro
Jahr 350000 Fahrzeuge die Reise nach Osteuropa, Nordafrika, Naher
Osten, etc. antreten.

Verschrotten: Kann ich mir nicht vorstellen. Klar: Rohstoffe sind
begehrt zur Zeit, aber die Nachfrage nach alten Billigautos dürfte nach
wie vor groß sein in den Ländern in Afrika, Naher Osten, Ostblock, wenn
die Menschen dort langsam zu bescheidenem Wohlstand kommen. Und dort
wird das Zeug auch günstig repariert, weil die Mechaniker-Stunde eben
nicht 60-100 EUR kostet!

Vom Ersatzteilmarkt weiß ich, dass die dt. Gebrauchtteil- und
Schrotthändler davon gar nicht so begeistert sind, denn denen fehlt der
Nachschub. Haben wir neulich an einem Automatik-Getriebe für einen Golf
III gemerkt, das in D nicht vernünftig aufzutreiben war.

Aber vielleicht habe ich auch nur zuviel Respekt vor der Leistung von
Konstrukteueren und Autobauern: Ein Auto zu verschrotten, weil es in
Teilen nicht mehr funktionstüchtig ist, scheint mir eine große
Ressourcenverschwendung.

> Hier dagegen scheint mir der Preis absolut am unteren Ende
> angesiedelt, wenn man sich mal die Nachfrage im Van-Segment anschaut.

Alle Achtung! Aus der überaus präzisen Beschreibung "alter gebrauchter
Galaxy" schließt du sofort messerscharf, dass 2600 Euro "absolut am
unteren Ende angesiedelt" sind?

Und was nützt dir die Nachfrage im "Van-Segment", wenn die Leute immer
nach den gleichen Autos suchen: max. 6 Jahre, max. 100 TKM, Klima,
Diesel, unfallfrei, top gepflegt. Also kurz: Sieht aus wie neu, fährt
sich wie neu, kostet aber nur ein Viertel. Nach Problemen an z.B.
Motor/Getriebe ist das Interesse doch hier gleich Null.

Ich kann mir schon vorstellen, dass bei z.B. ab 10-jährigen Autos der
Export wirklich die größte Interessengruppe ist. Nur: Wie bekommt man
als Privatmensch raus, was Exporteure zahlen würden? Die Kärtchentypen
("Kaufe jedes Auto.") sind ja wohl nicht das wahre. Das haben wir selbst
durch: NIE WIEDER!

Ralf

PS: Hinweis an den OP: Schreib bei den Auto-Portalen um Himmels willen
deine Telefonnummer nicht dazu, die Typen machen einen wahnsinnig mit
"Was ist letzte Preis?". Das mag an Unterschieden in der Mentalität
liegen (Feilschen gehört dazu), aber einen "würdevollen Abschied" und
respektvollen Umgang zwischen Käufer und Verkäufer kann man da echt
nicht erwarten. Insofern: Auch "Nerven schonen" ist Geld wert. Das
sollte man beim Verkauf beachten.

Autor: Radbert Grimmig (2008-04-11 10:57:35)

Ralf Koenig schrieb:

>Alle Achtung! Aus der überaus präzisen Beschreibung "alter gebrauchter
>Galaxy" schließt du sofort messerscharf, dass 2600 Euro "absolut am
>unteren Ende angesiedelt" sind?

Ich hab mich in den letzten Tagen nach so einigen einen günstigen
größeren Gebrauchten umgetan. OK, ich hab im Wesentlichen auf Allrad
geguckt, aber dabei sind auch einige andere Infos angefallen.

Ich hab dabei den Eindruck gewonnen, dass eben wegen der
Exportgeschichte *niemand* einen auch nur halbwegs fahrbereiten Bus,
Jeep oder Pickup unter 2500 Euro abgeben muss. Zustand und
Fahrleistung, überspitzt gesagt, vollkommen egal - gerade bei
deutschen Fabrikaten.

Desweg kann sich jemand, der so ein Ding nach dem Kauf in Deutschland
zulassen will, diesen Preisbereich auch direkt abschminken, weil jeder
Verkäufer ihn lieber in den Export gibt, wo er keinerlei Risiko mit
irgendwelchen unzufriedenen Käufern eingeht.

Und wenn ein regulärer Händler schon 2600 bietet, kann der Wagen nicht
allzu schlimm aussehen.

--

Gruß
Radbert

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