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Radschrauben kontrollieren


Autor: "Heinrich Pfeifer" (2007-12-03 16:43:52)

Hallo,

nach Radwechsel soll man bekanntlich nach einiger Zeit die Radschrauben auf
festen Sitz kontrollieren. Ob nach 50 oder 200 km, ist wohl egal.

Dabei kam ich jetzt ins Grübeln: genügt es, bei normal stehendem Fahrzeug
mit dem Drehmomentschlüssel dranzugehen, oder müsste man den Wagen mit dem
Wagenheber anheben, um das jeweilige Rad zu entlasten?

Ich meine, wenn eine gelockerte Radschraube durch das Wagengewicht belastet
wird, könnte sie dadurch klemmen und festen Sitz vortäuschen.

Was meinen die Schrauben-Experten?

--

Heinrich
http://www.gartrip.de
mail: new<at>gartrip.de

Autor: Thorsten Ostermann (2007-12-03 16:51:55)

Hallo Heinrich!

> Ich meine, wenn eine gelockerte Radschraube durch das Wagengewicht belastet
> wird, könnte sie dadurch klemmen und festen Sitz vortäuschen.

Das Rad hat eine Zentrierung, die Schraube eine konische oder keglige
Auflage unter dem Kopf. Sonst würde das Fahrzeuggewicht auf 16 oder 20
Schrauben liegen und die Gewinde versauen. Das Wagengewicht sollte also
nicht das Thema sein.

Gruß
Thorsten
--
"Profi kommt von Profession, d.h. wenn man lange was in dem Fach
erfolgreich gemacht hat. Sonst heisst man Consultant ;-) "
Georg Acher in News:de.sci.electronics zur Frage: Wie wird man Profi?

Autor: Thorsten Ostermann (2007-12-03 16:51:55)


Autor: Thorsten Ostermann (2007-12-03 16:51:55)

Hallo Heinrich!

> Ich meine, wenn eine gelockerte Radschraube durch das Wagengewicht belastet
> wird, könnte sie dadurch klemmen und festen Sitz vortäuschen.

Das Rad hat eine Zentrierung, die Schraube eine konische oder keglige
Auflage unter dem Kopf. Sonst würde das Fahrzeuggewicht auf 16 oder 20
Schrauben liegen und die Gewinde versauen. Das Wagengewicht sollte also
nicht das Thema sein.

Gruß
Thorsten
--
"Profi kommt von Profession, d.h. wenn man lange was in dem Fach
erfolgreich gemacht hat. Sonst heisst man Consultant ;-) "
Georg Acher in News:de.sci.electronics zur Frage: Wie wird man Profi?

Autor: "Ralf Meinig" (2007-12-03 18:28:33)

"Heinrich Pfeifer" schrieb:

> Dabei kam ich jetzt ins Grübeln: genügt es, bei normal stehendem Fahrzeug
> mit dem Drehmomentschlüssel dranzugehen, oder müsste man den Wagen mit dem
> Wagenheber anheben, um das jeweilige Rad zu entlasten?

Ersteres, wobei es sich empfiehlt, die Handbremse anzuziehen, damit der
Drehmomentschlüssel ordentlich funktioniert.

> Heinrich

Gruß Ralf

Autor: Matthias Rothe (2007-12-03 20:47:31)

Heinrich Pfeifer schrieb:

> Ich meine, wenn eine gelockerte Radschraube durch das Wagengewicht belastet
> wird, könnte sie dadurch klemmen und festen Sitz vortäuschen.
>
> Was meinen die Schrauben-Experten?
>

Anekdote am Rand:
Ich habe mal bei einem Mercedes W126 (heute alte, damals gerade noch
aktuelle S-Klasse) alle Schrauben beider Vorderräder komplett
rausgedreht, obwohl das Auto noch mit dem ganzen Gewicht auf den Rädern
stand (Achsmessbühne, das Auto hätte dort mit entlasteten Rädern stehen
sollen, tat es aber nicht). Ist mir erst aufgefallen, als ich eines der
Räder abnehmen wollte... habs dann gerichtet und es ist nix passiert,
hat auch keiner gemerkt, war aber ein riesen Glück!

Autor: hobbypiloteur (2007-12-03 20:51:56)

Heinrich Pfeifer schrieb:
> Hallo,
>
> nach Radwechsel soll man bekanntlich nach einiger Zeit die Radschrauben auf
> festen Sitz kontrollieren. Ob nach 50 oder 200 km, ist wohl egal.
>
> Dabei kam ich jetzt ins Grübeln: genügt es, bei normal stehendem Fahrzeug
> mit dem Drehmomentschlüssel dranzugehen, oder müsste man den Wagen mit dem
> Wagenheber anheben, um das jeweilige Rad zu entlasten?

Dann müsste aber das Rad via Bremse oder anders blockiert sein, weil
sonst die 100-110 Nm kaum anzubringen sind, ohne dass das Rad mitdreht.
Daher ist für den Hausgebrauch die Stand-Variante ausreichend - auch
wenn manche Werkstätten das zweite Vorgehen bei der Montage als
unbedingt notwendig (weil nur bei ihnen) deklarieren.
Anhänger der reinen Lehre werden ebenfalls die zweite Variante
vorziehen - daher der Kompromiss: Sollte wider Erwarten die Mehrzahl
der Schrauben locker sein, kann man immer noch hochbocken und unbelastet
alle Schrauben festziehen.

> Ich meine, wenn eine gelockerte Radschraube durch das Wagengewicht belastet
> wird, könnte sie dadurch klemmen und festen Sitz vortäuschen.

Solange die Schraube nicht mehrere Gänge locker ist, steht die Felge
auf dem Zentrierbund - außerdem wird eine eventuelle Verklemmung kaum
gegen das reguläre Drehmoment (s.so.) ankommen.

HJS

Autor: "Harald Hengel" (2007-12-03 18:08:27)

Thorsten Ostermann schrieb:

> Das Rad hat eine Zentrierung, die Schraube eine konische oder
keglige
> Auflage unter dem Kopf. Sonst würde das Fahrzeuggewicht auf 16 oder
20
> Schrauben liegen und die Gewinde versauen. Das Wagengewicht sollte
> also nicht das Thema sein.

Nicht jedes Rad hat eine Zentrierung.

Harald
--
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Autor: Andreas Wenzel (2007-12-03 22:15:47)

hobbypiloteur schrieb:
> [...]
> Dann müsste aber das Rad via Bremse oder anders blockiert sein, weil
> sonst die 100-110 Nm kaum anzubringen sind, ohne dass das Rad mitdreht.
> [...]

Das wäre ja ätzend, bei Autos bei denen Antrieb und Handbremse auf die
gleiche Achse wirken könnte man sonst ohne einen "Bremser" ja garnicht
arbeiten...

Gruß,
Andreas

Autor: Thorsten Ostermann (2007-12-04 08:48:18)

Halo Harald!

> Nicht jedes Rad hat eine Zentrierung.

Kannst du dazu bitte Beispiele nennen?

Gruß
Thorsten
--
"Profi kommt von Profession, d.h. wenn man lange was in dem Fach
erfolgreich gemacht hat. Sonst heisst man Consultant ;-) "
Georg Acher in News:de.sci.electronics zur Frage: Wie wird man Profi?

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