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Hilfe - Automatik beim Renault Clio scheint defekt


Autor: Karin (2007-11-27 12:31:53)

Hallo,

mein Clio ist 7 Jahre alt; Neuwagen, scheckheftgepflegt, neue Reifen,
neuer Zahnriemen, neuer T

Autor: Frank Kemper (2007-11-27 22:19:03)

Karin wrote:

> Therapie: 1. Versuch, erst einmal das Getriebeöl auszutauschen.
> Erfolgsaussichten: 20 %.

Das würde ich auf jeden Fall erst einmal machen, denn das ist nicht
teuer und schadet nicht. Aber beim Getriebeölwechsel genau aufpassen:
Bei einer Automatik ist das aufwendiger als bei anderen Komponenten.

> 2. Versuch, wenn es nicht geht: Neues Getriebe - 1000 Euro plus 600
> Einbau.

Das erscheint mir merkwürdig billig. Ich hatte vor ca. 10 Jahren mal
einen Automatikdefekt bei einem Renault 19, da kostete das
Automatikgetriebe incl. Arbeitskosten 7.000 Mark

> 3. Versuch, wenn es nicht geht: der gesamte Wagen muss neu ausgemessen
> werden; dann geht in in die tausende.

Das mit dem "Ausmessen" halte ich für Humbug. Automatik tauschen ist die
maximale Reparaturmethode. Wenn es dann nicht gut ist, dann ist entweder
das Auto komplett hin oder sie haben Dich irgendwie beschissen. Ich
würde mich an Deiner Stelle einmal vertrauensvoll an einen freien
Automatik-Instandsetzer wenden, die haben von sowas mehr Ahnung als der
durchschnittliche Renault-Schrauber.

> Gibt es noch einen Gedanken, einen Tipp von euch? Ich habe überhaupt
> nicht viel Geld. Andererseits bin ich wegen einer Krankheit auf das
> Auto angewiesen.

Hier ein paar Tipps: Wenn Du eine Frau bist und dazu evtl. noch sichtbar
körperbehindert/krank, dann sind die Chancen nicht schlecht, dass Du in
der Werkstatt nach Strich und Faden beschissen wirst. Versuche, ob Du
nicht gemeinsam mit einem Mann, der evtl. auch noch etwas Ahnung von
Autos hat, bei der Werkstatt auflaufen kannst.

> Lohnt
> sich das alles?

Sehr gute Frage.

> Soll ich ihn unrepariert in Zahlung geben und einen
> neuen auf Kredit kaufen? Der Clio hatte mal 34000 DM gekostet, 1.6
> oder so mit ca. 100 PS.

Für ein Auto mit Getriebeschaden bekommst Du kaum noch etwas. Okay, Du
könntest allenfalls eine Verschrottungsprämie kassieren, aber die gibt
es nur bei einem Neuwagenkauf, und da ist dann die Finanzierung teuer.

Wie wäre es mit einem gebrauchten Auto mit automatisiertem
Schaltgetriebe, d.h. Du musst nicht kuppeln und zum Schalten reicht ein
Zug am Hebel bzw. es gibt einen Automatikmodus? Da würde sich der Smart
anbieten, der hat sowas serienmäßig, und Gebrauchte gibt es von 2.5 bis
8 Kiloeuro. Auch ein Lupo 3L müsste gebraucht zu kriegen sein. Und wenn
Du z.B. 3.000 Euro in die Hand nimmst, bekommst Du natürlich auch ein
Auto wie meinen Citroen Xantia Automatic, ein Mittelklasseschiff mit 120
PS. Nachteil: So ein Auto ist dann schnell 8-9 Jahre alt, und man weiß
nicht, wie lang es hält. Außerdem säuft mein Xanti ziemlich viel Sprit
und Euro 2 ist auch nicht wirklich geschenkt.

Ob eine Getriebereparatur bei Deinem Clio noch lohnt, hängt davon ab, ob
der Clio noch gut in Schuss ist. Mein Tipp: Wende Dich mal an einen
freien Getriebe-Instandsetzer.

Frank

--
Auch Menschen mit Sturmgewehren müssen Medienkompetenz lernen

Autor: Frank Kemper (2007-11-27 22:19:03)


Autor: Frank Kemper (2007-11-27 22:19:03)

Karin wrote:

> Therapie: 1. Versuch, erst einmal das Getriebeöl auszutauschen.
> Erfolgsaussichten: 20 %.

Das würde ich auf jeden Fall erst einmal machen, denn das ist nicht
teuer und schadet nicht. Aber beim Getriebeölwechsel genau aufpassen:
Bei einer Automatik ist das aufwendiger als bei anderen Komponenten.

> 2. Versuch, wenn es nicht geht: Neues Getriebe - 1000 Euro plus 600
> Einbau.

Das erscheint mir merkwürdig billig. Ich hatte vor ca. 10 Jahren mal
einen Automatikdefekt bei einem Renault 19, da kostete das
Automatikgetriebe incl. Arbeitskosten 7.000 Mark

> 3. Versuch, wenn es nicht geht: der gesamte Wagen muss neu ausgemessen
> werden; dann geht in in die tausende.

Das mit dem "Ausmessen" halte ich für Humbug. Automatik tauschen ist die
maximale Reparaturmethode. Wenn es dann nicht gut ist, dann ist entweder
das Auto komplett hin oder sie haben Dich irgendwie beschissen. Ich
würde mich an Deiner Stelle einmal vertrauensvoll an einen freien
Automatik-Instandsetzer wenden, die haben von sowas mehr Ahnung als der
durchschnittliche Renault-Schrauber.

> Gibt es noch einen Gedanken, einen Tipp von euch? Ich habe überhaupt
> nicht viel Geld. Andererseits bin ich wegen einer Krankheit auf das
> Auto angewiesen.

Hier ein paar Tipps: Wenn Du eine Frau bist und dazu evtl. noch sichtbar
körperbehindert/krank, dann sind die Chancen nicht schlecht, dass Du in
der Werkstatt nach Strich und Faden beschissen wirst. Versuche, ob Du
nicht gemeinsam mit einem Mann, der evtl. auch noch etwas Ahnung von
Autos hat, bei der Werkstatt auflaufen kannst.

> Lohnt
> sich das alles?

Sehr gute Frage.

> Soll ich ihn unrepariert in Zahlung geben und einen
> neuen auf Kredit kaufen? Der Clio hatte mal 34000 DM gekostet, 1.6
> oder so mit ca. 100 PS.

Für ein Auto mit Getriebeschaden bekommst Du kaum noch etwas. Okay, Du
könntest allenfalls eine Verschrottungsprämie kassieren, aber die gibt
es nur bei einem Neuwagenkauf, und da ist dann die Finanzierung teuer.

Wie wäre es mit einem gebrauchten Auto mit automatisiertem
Schaltgetriebe, d.h. Du musst nicht kuppeln und zum Schalten reicht ein
Zug am Hebel bzw. es gibt einen Automatikmodus? Da würde sich der Smart
anbieten, der hat sowas serienmäßig, und Gebrauchte gibt es von 2.5 bis
8 Kiloeuro. Auch ein Lupo 3L müsste gebraucht zu kriegen sein. Und wenn
Du z.B. 3.000 Euro in die Hand nimmst, bekommst Du natürlich auch ein
Auto wie meinen Citroen Xantia Automatic, ein Mittelklasseschiff mit 120
PS. Nachteil: So ein Auto ist dann schnell 8-9 Jahre alt, und man weiß
nicht, wie lang es hält. Außerdem säuft mein Xanti ziemlich viel Sprit
und Euro 2 ist auch nicht wirklich geschenkt.

Ob eine Getriebereparatur bei Deinem Clio noch lohnt, hängt davon ab, ob
der Clio noch gut in Schuss ist. Mein Tipp: Wende Dich mal an einen
freien Getriebe-Instandsetzer.

Frank

--
Auch Menschen mit Sturmgewehren müssen Medienkompetenz lernen

Autor: Karin (2007-11-27 14:02:28)

On 27 Nov., 22:19, Frank Kemper wrote:
> Karin wrote:
> > Therapie: 1. Versuch, erst einmal das Getriebe

Autor: Ralf Koenig (2007-11-28 01:38:21)

Karin schrieb:
> Mein Clio ist 7 Jahre alt; Neuwagen, scheckheftgepflegt, neue Reifen,
> neuer Zahnriemen, neuer TÜV, ASU, Feinstaub, neue Bremsen usw. 70000
> km. Das hat in den letzten Jahren viel gekostet; einmal 600 Euro, dann
> 800 Euro, zuletzt 550 (im Oktober). Ich dachte immer, jetzt ist er
> wenigstens für ein paar Jahre wieder OK.

Ja, das denkt man immer. Aber Inspektionen (scheckheftgepflegt),
amtliche Untersuchungen (HU/AU), Verschleißteile (Reifen, Zahnriemen,
Bremsen) fordern nun mal ihren Tribut. Deshalb muss das kein schlechtes
oder teures Auto sein. Wenn du in den Wartungsplan schaust, dann werden
auch in Zukunft Kosten auf dich zukommen. Irgendwann wieder Reifen und
Bremsen - dazu kommen noch Stoßdämpfer, Auspuff.

> Nun hatte ich aber schon vor 4 Jahren das Problem, dass die
> Getriebelampe beim Drehzahlmesser öfter leuchtete, wenn der Wagen noch
> nicht ganz warm war bzw. noch nicht lange fuhr, allerdings immer erst
> nach ein paar Kilometern. Ich musste rechts ranfahren und neu starten
> und dann war das in Ordnung. Das Problem hatte ich alle halbe Jahr mal
> und zwei Besuche in der Werkstatt waren ohne Erfolg. Sie haben nichts
> gefunden und meinten, vielleicht hätte ein Staubkörnchen die
> Elektronik mal durcheinander gebracht.

Hier hast du einen großen Fehler gemacht: Das Auto fuhr noch, aber du
bist zur "falschen" Werkstatt gefahren.

> Seit meinem letzten TÜV im Oktober aber leuchtet die Lampe jeden
> Morgen auf. Ob kaltes Wetter oder nicht. Die Automatik huckelt dann
> und schaltet falsch. Manchmal muss ich zweimal rechts ranfahren, aber
> der Neustart macht die Automatik auch nicht weicher, nur die Lampe
> leuchtet dann nicht mehr. Wenn er warm ist, kann ich hunderte von
> Kilometern fahren.

Das hätte das Alarmsignal sein müssen.

> Also ich wieder zur Werkstatt. Jetzt leuchtete die Lampe mal wieder
> nicht, aber dafür war die Schaltung wirklich schlimm. Wahrscheinlich
> hat der den Wagen gefahren wie eine Weißwas, denn er sprach am Telefon
> von richtigen Schlägen, die die Automatik abgab.

Typen, die keine Ahnung haben. Sondern durch unbeholfenenes
Herumprobieren noch mehr kaputt machen.

> Therapie: 1. Versuch, erst einmal das Getriebeöl auszutauschen.
> Erfolgsaussichten: 20 %.

Kannst du machen, aber das wird wohl nach der Vorgeschichte - wenn
überhaupt - nur temporär was bringen. Nur ein Tipp: An Farbe (schwarz
oder relativ klar) und Geruch (verbrannt oder nicht) des abgelassenen
Öls (eigentlich ATF - automatic transmission fluid) kann ein Fachmann
schon einen guten Anhaltspunkt bekommen, was mit dem Getriebe los ist.
Wenn da Metallspäne drin sind, dann hat es innen einen großen Abrieb
gegeben, dann muss auf jeden Fall da drin was getauscht werden.

Es kann also sein, dass du wichtige Spuren für den
Automatik-Getriebe-Dienstleister (siehe unten) beseitigst, wenn du das
bei der Werkstatt machen lässt.

> 2. Versuch, wenn es nicht geht: Neues Getriebe - 1000 Euro plus 600
> Einbau.

Auf so etwas wird es wohl hinauslaufen. Wenn du es dort machen lässt:
Erkundige dich ganz genau, was "neues Getriebe" heißt. Lass dir kein
gebrauchtes aufschwatzen, sondern nimm nur eins, dass mindestens
teilüberholt (geöffnet, gereinigt, Verschleißteile nach Bedarf
getauscht) ist. Ein überholtes wäre (geöffnet, gereinigt, *alle*
Verschleißteile getauscht).

Sehr wichtig: Dein Altgetriebe hat noch einen Restwert (ca. 150-200 EUR,
auch wenn es defekt ist: Grund: Meist lässt es sich recht kostengünstig
wieder instand setzen). Achte drauf, dass der verrechnet wird.

> 3. Versuch, wenn es nicht geht: der gesamte Wagen muss neu ausgemessen
> werden; dann geht in in die tausende.

Das scheint mir Unsinn zu sein.

> Gibt es noch einen Gedanken, einen Tipp von euch? Ich habe überhaupt
> nicht viel Geld. Andererseits bin ich wegen einer Krankheit auf das
> Auto angewiesen. Was könnte das noch sein?

Wir hatten vor kurzem einen ähnlichen Fall in der Familie:
Automatik-Getriebe am Golf III, BJ 1995 defekt. Insofern haben wir dabei
ein paar Erfahrungen gesammelt, als wir aus heutiger Sicht viele Sachen
falsch gemacht haben. Ein Gebrauchtgetriebe mit richtigem Getriebecode
bei Ebay gekauft (600 EUR), VW-Vertragswerkstatt hat es eingebaut
(Kostenvoranschlag 300, wurde dann aber zu Endpreis 1000 EUR), es ging 6
Wochen, dann erneut defekt, dann noch 2 mal ATF-Wechsel (1x auf Kulanz,
einmal bezahlt nochmal 200 EUR). Die Kosten für Reparaturversuche und
Nachkontrollen wurden immer höher (alles in allem 2000 EUR), am Ende
haben wir den Golf mit wieder defektem Getriebe für 1000 EUR verkauft.
Gesamtverlust irgendwas im Bereich 4000 EUR. Gerichtliche Schritte
wollten wir nicht einleiten, zu aufwändig bei geringen echten
Erfolgsaussichten. Weitere Kosten für Gutachter etc.

Mein Fazit: "Normale" Werkstätten sind mit Automatik-Getrieben absolut
überfordert. Die kennen nur drei Optionen:

a) gegen komplett überholtes wiederaufbereitetes Automatikgetriebe des
Herstellers austauschen - ca. 3000 - 7000 EUR

b) gegen teil-überholtes wiederaufbereitetes Automatikgetriebe
austauschen - ca. 1000 - 2000 EUR

c) gegen Gebrauchtteil (z.B. aus einem Unfallfahrzeug) tauschen,
ca. 1000 - 2000 EUR

(Optionen b) und c) werden nicht immer angeboten.)

Die tauschen dann das Getriebe, machen eine oder mehrere Spülungen mit
Automatik-Getriebe-Flüssigkeit, und hoffen, dass sich das wieder
einrenkt. Aber sie hoffen zuviel, und wissen zu wenig. Geben es aber
nicht zu, sondern frickeln ewig rum (sie "versuchen" immer nur, anstatt
die Ursache gezielt zu beseitigen), und rechnen das alles als
Arbeitszeit ab. Als Kunde hat man im Prinzip keine Chance, wenn da mal
nicht etwas auf Anhieb klappt.

> Was würdet ihr tun?

Mein unbedingter Tipp: Fahr in eine Spezialwerkstatt für
Automatik-Getriebe (Adresse in den gelben Seiten oder im Internet, oder
- sehr guter Tipp - einfach mal ein paar ältere Taxi-Fahrer fragen, ob
die einen in der Nähe kennen)! Suche wirklich nach einer Instandsetzung
für Automatik-Getriebe, die sind nochmal anders ausgelegt, als die
Überholer für Schaltgetriebe.

Und lass dort das Getriebe *deines Autos* ausbauen, überholen, und
wieder einbauen. Alternativ können die den Clio auch mit dem Transporter
abholen, wenn er nicht mehr fahren sollte. Für wirklich alles vorher
einen Kostenvoranschlag einholen.

2. Tipp: Schau zu, dass du alles aus einer Hand bekommst. Sonst wird
z.B. der Teilelieferant die Fehler auf den Einbauer schieben, der
Einbauer aber auf den Teilelieferant. -> Teufelskreis, man hat als Laie
wieder keine Chance.

Der Ablauf ist dann so:
0. Auto zum Automatik-Getriebe-Spezialist (den kürze ich mal als AGS ab)
Entweder fährt er dort noch hin (gut, dann Bekannten mitnehmen, damit du
wieder zurückkommst) oder der holt das Auto mit dem Transporter ab.

1. Der AGS wird dann das Getriebe ausbauen, öffnen und nachschauen, was
gemacht werden muss. Bester Fall: Einige Teile müssen getauscht werden.
Schlimmster Fall: Das ganze Getriebe ist nicht mehr zu retten.

2. Jetzt ruft er dich an mit der Diagnose.

3. Du musst entscheiden, was passieren soll. Am besten vorher (zusammen
mit dem AGS) alle Möglichkeiten mal gedanklich durchspielen.

(Mit Termin lassen sich die Schritte 0-3. evt. auch in einem Rutsch
machen, wenn du dort mal 1-2h warten kannst.)

Für die paar Tage nimmst du dir am besten privat einen Leihwagen, z.B.
über sixti.de, Buchbinder.de oder billiger-mietwagen.de.

> Lohnt sich das alles?

Ich weiß auch um die besonderen Tücken bei dem ganzen: Wenn das Getriebe
richtig defekt ist, fährt das Auto nicht mehr. D.h. jeder Weg kostet
wieder Geld. Man selbst braucht also auch einen Ersatzwagen für die Zeit.

Und: Jede Diagnose kostet viel Geld. Aus- und Einbauen: ca. 400 EUR. Was
einen wirklich wurmt bei der ganzen Sache ist die extreme Unsicherheit,
was denn nun wirklich los ist. Bei einem AGS kann man sich zumindest
sicher sein, dass der sich mit der Materie gut auskennt. AG sind dessen
täglich Brot, und nicht mal eine seltene Erscheinung wie bei einer
normalen Werkstatt.

Vielleicht macht dir ein AGS einen Paketpreis für Abholung und Diagnose
(Aus- und Einbau).

Für die eigentliche Überholung kann er eigentlich keinen realistischen
Preis voraussagen, das fängt so bei 200-400 EUR an (öffnen, reinigen,
nur wenig ist kaputt, das wird ausgetauscht) bis zu: Getriebegehäuse ist
beschädigt, innen auch alles kaputt -> ein anderes Getriebe wird
gebraucht (ca. 1200-14000 EUR).

Ich drück dir die Daumen, dass du auf diesem Weg vielleicht doch zu
einer ordentlichen und günstigen Reparatur kommst. Das Auto wär es wohl
wert.

> Soll ich ihn unrepariert in Zahlung geben

Schlimm ist hier, dass du den "wahren" Wert nicht kennst, weil er eben
wirklich unklar ist, solange man den genauen Schaden an dem Auto nicht
kennt. Du wirst dich also immer über den Tisch gezogen fühlen.

> und einen
> neuen auf Kredit kaufen? Der Clio hatte mal 34000 DM gekostet, 1.6
> oder so mit ca. 100 PS.

Wenn du dich dafür entscheiden solltest, den Clio aus der Not heraus
wegen der potentiell hohen Kosten abzugeben: Ich weiß, was für eine Wut
man entwickelt, wenn ein wirklich schönes und gepflegtes Auto, das
regelmäßig in der Wartung war, dann wegen so einem Mist-Teil, das keiner
günstig repariert bekommt, verscherbelt werden muss.

Ich würde dir raten: Wenn du einen anderen kaufst, kaufe nicht wieder
einen Clio. Die haben große Schwächen in TÜV-Report und Mängelstatistik.

Kaufe keinen Neuwagen (hoher Wertverlust in den ersten 1-2 Jahren), es
sei denn du bekommst richtig dicken Rabatt (ab 30-35%). Versuche
unbedingt, die Kreditsumme zu minimieren.

Toyota Aygo und Yaris sind z.B. recht günstige Autos in Anschaffung,
Verbrauch und Reparaturen, frag mal beim Toyota-Händler, was die dir da
z.B. als 3 Jahreswagen mit Garantieverlängerung anbieten können. Die
gibt es auch mit Automatik, aber wenn du nicht *unbedingt* drauf
angewiesen bist, solltest du lieber wieder mit Schaltung fahren lernen.
Nimm tendenziell einen mit kleinem Motor (so ca. 70 PS), das zahlt sich
später deutlich in den Unterhaltskosten aus.

Bei einem smart hat man vergleichsweise wenig Nutzwert fürs Geld. Beim
Lupo 3L sind die Gebrauchtpreise tendenziell eher hoch. Ein recht guter
Tipp wäre noch ein Skoda Fabia oder ein kleiner Daihatsu oder Suzuki in
Basisausstattung mit kleinem Motor.

Ralf

Ganz wichtig: Lass dir vor Ort von jemanden helfen! Das sollte dir
helfen, in so einer Notsituation (Auto kaputt, keine Ahnung, es muss
möglichst schnell wieder was fahren) keine Fehlentscheidungen zu
treffen, die dich viel Geld kosten werden. Es gibt z.B. Automakler für
sowas, ob die dann aber Helfer in der Not oder schwarze Schafe sind,
wird sich wohl nur im Verlauf entscheiden. Fakt ist, dass man in der
Situation endlich mal eine Person braucht, die Ahnung hat, sich mit der
Materie auskennt und - ganz wichtig - der man vertraut, dass sie deine
Interessen vertritt. Und: Automakler sind nicht die Typen, die in
Städten kleine bunte Zettel "Kaufe jede Auto - Dragoslav 0177-xxx32342"
hinter die Scheibenwischer klemmen.

Autor: Eric Laske (2007-11-28 11:40:35)

Am Tue, 27 Nov 2007 12:31:53 -0800 (PST) schrieb Karin:

> Seit meinem letzten TÜV im Oktober aber leuchtet die Lampe jeden
> Morgen auf. Ob kaltes Wetter oder nicht. Die Automatik huckelt dann
> und schaltet falsch. Manchmal muss ich zweimal rechts ranfahren, aber
> der Neustart macht die Automatik auch nicht weicher, nur die Lampe
> leuchtet dann nicht mehr. Wenn er warm ist, kann ich hunderte von
> Kilometern fahren.

Wenn der Clio ein Kontrollampe für das AT-Getriebe hat sollte auch ein
Fehlercode ausgegeben werden. Hat der Händler dazu was gesagt bzw. das
Steuergerät ausgelesen?
Ferndiagnosen sind schwer, aber ich kenne den gleichen Fehler älterer Opel
AT´s. Da ist es fast immer der Lagenschalter. Einfach ausgedrückt; dieser
Schalter sagt dem Getriebe und dem Steuergerät welchen Gang der Fahrer
eingelegt hat. Gibt der Schalter unsinnige Werte, geht die Lampe an und das
Getriebe schaltet schlecht bzw. geht in den Notlauf.

Zweithäufigster Fall sind defekte Magnetventile, bekommen oft keine
Spannung und damit schaltet´s wieder hin- und her.

Dann gibt es noch weitere elektrische Fehler. Z.B. Drehzahlausgangs-
Eingangssensor, sonstiges.
Einen Hinweis zur Suche gibt immer der Fehlercode.


> Therapie: 1. Versuch, erst einmal das Getriebeöl auszutauschen.
> Erfolgsaussichten: 20 %.

Das AT-Oel bei 70.000 Km zu wechseln ist tatsächlich sinnvoll, wird aber
nichts mit deinen Problemen zu haben. Wenn ihr wechselt, das Oel auf jeden
Fall auffangen und begutachten. Es sollte nicht schwarz oder verbrannt
riechen.

> 2. Versuch, wenn es nicht geht: Neues Getriebe - 1000 Euro plus 600
> Einbau.

Kann nicht sein, ist mit Sicherheit wesentlich teurer.
>
> 3. Versuch, wenn es nicht geht: der gesamte Wagen muss neu ausgemessen
> werden; dann geht in in die tausende.

Was soll da ausgemessen werden? Wenn der Händler so was gesagt hat, sofort
wegrennen. Anderen Renault-Händler oder Fachbetrieb aufsuchen.

Grüße

Eric

Autor: Frank Kemper (2007-11-28 14:49:32)

Karin wrote:

> Eigentlich ist der Clio noch gut in Schuss, vor allem, weil ich alles
> habe machen lassen einschl. Reifen.

Schau mal nach vergleichbaren Clios bei Mobile.de und ziehe von den dort
verlangten Preisen 20% ab, dann weißt Du, was Dein Clio etwa wert ist.

Wo finde ich denn einen Automatik-
> Getriebe-Menschen? Habe noch nie davon gehört.

Schau mal bei www.gelbeseiten.de in Deiner Stadt (oder den ein, zwei
nächsten erreichbaren Großstädten) nach der Branche
"Automatikgetriebereparaturen".

Noch eine Anekdote zum Thema Renault und Automatik: In meinem 93er
Renault 19 Cabrio war eine Viergangautomatik verbaut, welche eine
Gemeinschaftsentwicklung von VW und Renault war. Bei VW war man der
Ansicht, dass eine solche Automatik im Falle eines Falles zu reparieren
sein müsste, deshalb gab es bei VW auch Ersatzteile dafür. Bei Renault
ging man davon aus, dass Automatikgetriebe ohnehin nicht reparierbar
sind - und hatte deshalb auch keine Ersatzteile dafür, also auf jeden
Fall Austausch. Da mein Auto zu dem Zeitpunkt noch eine
Gebrauchtwagengarantie hatte und ich ohnehin nur 10% der Reparaturkosten
selbst zahlen musste (Arbeitskosten wurden voll übernommen), habe ich
mich entschlossen, der Renault-Empfehlung zu folgen und das Getriebe
tauschen zu lassen. Sonst hätte ich sicherlich versucht, bei einem
freien Spezialisten eine Reparatur zu bekommen.

Ach ja, noch eine Bitte: Beim Antworten auf Postings in dieser Newsgroup
nicht den gesamten Text mitzitieren, sondern nur einige kuze Aussagen,
auf die Du Dich direkt beziehst. Sonst wirds sehr unübersichtlich.

Viel Erfolg

Frank

--
Auch Menschen mit Sturmgewehren müssen Medienkompetenz lernen

Autor: Patrick Schelauske (2007-11-28 07:39:00)

On 27 Nov., 21:31, Karin wrote:
>
> Nun hatte ich aber schon vor 4 Jahren das Problem, dass die
> Getriebelampe beim Drehzahlmesser

Autor: Karin (2007-11-29 11:45:36)

Danke an alle f

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