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Auto-Export ins EU-Ausland
Autor: Frank Winkler (2007-11-05 11:22:33)
Hallo zusammen !
Für mein zum Verkauf stehendes Auto habe ich einen Interessenten aus
Tschechien. Es mag zugegebenermassen ein Vorurteil sein, aber bei Osteuropa
klingeln bei mir erstmal die Alarmglocken - gerade in dieser Preisklasse.
Laufen da momentan gerade wieder gross angelegte Aktionen oder ist das
wirklich nur ein Vorurteil?
Ausserdem zum prinzipiellen Ablauf, ich habe da verschiedene Versionen
gehört.
- muss das Fahrzeug beim Zoll vorgeführt werden oder nicht? (ich
würde
vermuten, dass das dem deutschen beim Export wurscht ist und sich der
tschechische beim Import dafür interessiert)
- braucht man ausser dem Export-Kennzeichen von der Zulassungsstelle noch
was?
- was ist sonst zu beachten?
Gruss
fw
Autor: Wolfgang Arhelger (2007-11-05 04:51:50)
On 5 Nov., 11:22, Frank Winkler wrote:
> Hallo zusammen !
>
> F
Autor: Wolfgang Arhelger (2007-11-05 04:51:50)
Autor: Wolfgang Arhelger (2007-11-05 04:51:50)
On 5 Nov., 11:22, Frank Winkler wrote:
> Hallo zusammen !
>
> F
Autor: Frank Winkler (2007-11-05 14:35:58)
Wolfgang Arhelger wrote:
>Das kann dir doch Wurscht sein.
>Er kauft bei dir in D und ist im Falle
>einer Ausfuhr für alle Formalitäten verantwortlich.
>Verkaufe gegen bares und Du hast keine Probleme mehr.
Theoretisch ja. Nur will der Käufer, dass ich selbige mit ihm zusammen
hier
vor Ort erledige. An den Sprachkenntnissen kann es nicht liegen (er kann
sehr gut Deutsch), eher an der Ortskenntnis. Oder ist das eher ein Warnsignal?
>Wozu ein Export-Kennzeichen?
>Am einfachsten auf den Anhänger und alle Probleme sind vom Tisch.
Der Käufer will aber mit dem Auto selbst nach Hause fahren.
Gruss
fw
Autor: Frank Hucklenbroich (2007-11-05 16:27:07)
Am Mon, 05 Nov 2007 11:22:33 +0100 schrieb Frank Winkler:
> Ausserdem zum prinzipiellen Ablauf, ich habe da verschiedene Versionen
gehört.
>
> - muss das Fahrzeug beim Zoll vorgeführt werden oder nicht? (ich
würde
> vermuten, dass das dem deutschen beim Export wurscht ist und sich der
> tschechische beim Import dafür interessiert)
IIRC schon. Mein Vater hat vor ein paar Jahren mal einen teuren Mercedes SL
in die Schweiz verkauft, das war ein ziemlicher Papierkrieg. Soweit ich
mich erinnere hat der Zoll den Wagen an der Zulassungsstelle begutachtet.
Dafür sollte man aber viel Zeit mitbringen.
Wobei das damals ein Firmenwagen war, da kamen dann auch noch so Spielchen
wie Mehrwertsteuer hinzu. An der Grenze mußten dann vom deutschen Zoll
die
Ausfuhrpapiere abgestempelt werden, etc.p.p.. Dann wollten die Schweizer
wohl noch eine Art Konformitätserklärung haben, damit der Wagen dort
auch
zugelassen werden kann. Die mußte von Mercedes besorgt werden. Keine
Ahnung, ob die Tschechen etwas ähnliches haben.
Ich erinnere mich noch daran, daß es gut eine Woche gedauert hat, bis wir
alle Papiere zusammen hatten und der Wagen verkauft werden konnte.
> - braucht man ausser dem Export-Kennzeichen von der Zulassungsstelle
noch
> was?
> - was ist sonst zu beachten?
Laß Dir in jedem Fall die Ausfuhr bestätigen, sonst bekommst Du
irgendwann
Ärger mit der Altautoverordnung (nach dem Motto "wo ist das Auto denn
geblieben? Im nächsten Teich versenkt?").
Wie will der Kunde das Ganze denn zahlen? Falls nicht in Bar, dann sollte
der Scheck zumindest bankbestätigt sein. So war es bei unserem Käufer
damals, der verständlicherweise nicht mit einigen 10.000 EUR in der Tasche
ein paar hundert km fahren wollte. Laß Dich bloß nicht auf eine
Auslandsüberweisung ein, die kann noch Wochen nach dem Deal wieder
platzen.
Am besten rufst Du mal beim ADAC an, die haben uns damals auch im Detail
beraten, was da alles zu beachten ist. Wie gesagt, bei uns war das ein
verdammter Wust an Papieren, und das hat sich im Prinzip auch nur gelohnt
weil es ein ziemlich teures Fahrzeug war und der Käufer einen ziemlich
guten Preis gezahlt hat. Für einen alten Golf würde ich mir sowas
ganz
sicher nicht antun.
Grüße,
Frank
Autor: "Kurt Klühe" (2007-11-05 18:02:32)
"Frank Winkler" schrieb...
> Hallo zusammen !
>
> Für mein zum Verkauf stehendes Auto habe ich einen Interessenten aus
> Tschechien. Es mag zugegebenermassen ein Vorurteil sein, aber bei
> Osteuropa klingeln bei mir erstmal die Alarmglocken - gerade in dieser
> Preisklasse. Laufen da momentan gerade wieder gross angelegte Aktionen
> oder ist das wirklich nur ein Vorurteil?
Dürfte - wenn alles sauber abläuft - nur ein Vorurteil sein... :-)
> Ausserdem zum prinzipiellen Ablauf, ich habe da verschiedene Versionen
> gehört.
>
> - muss das Fahrzeug beim Zoll vorgeführt werden oder nicht? (ich
würde
> vermuten, dass das dem deutschen beim Export wurscht ist und sich der
> tschechische beim Import dafür interessiert)
> - braucht man ausser dem Export-Kennzeichen von der Zulassungsstelle noch
> was?
> - was ist sonst zu beachten?
Bleib locker! :-) Ein Auto ins EU-Ausland zu verkaufen ist für Dich
als Privatperson ziemlich einfach. Sieh einfach zu, dass Du das Auto
*vorher* (!!!) abmeldest - für die Fahrt nach Tschechien genügt ein
Kurzzeit-/Überführungskennzeichen, dass der Käufer
optimalerweise
mitbringen sollte. Lass Dir den Wagen aber zunächst in bar bezahlen
- am besten, indem Du gemeinsam mit ihm das Geld gleich auf der
Bank einzahlst - und (erst) dann gibst Du ihm das Auto mitsamt den
Papieren mit.
Für Dich war`s das dann schon - mal abgesehen davon, dass Du
noch die (Kopie der) Abmeldebescheingung zur Versicherung und
zum Finanzamt schicken kannst (wenn Du es denn willst - nötig ist
das nicht, da beide sowieso von der Abmeldung Bescheid
bekommen).
--
Grüße...
Kurt.
Autor: Frank Kemper (2007-11-06 00:38:35)
Kurt Klühe wrote:
> Für Dich war`s das dann schon - mal abgesehen davon, dass Du
> noch die (Kopie der) Abmeldebescheingung zur Versicherung und
> zum Finanzamt schicken kannst (wenn Du es denn willst - nötig ist
> das nicht, da beide sowieso von der Abmeldung Bescheid
> bekommen).
Soweit alles ACK. Ich würde dem OP aber zusätzlich dringend ans Herz
legen, mit dem Käufer einen Kaufvertrag (Vordrucke gibt es beim ADAC) zu
machen und sich den Pass/Personalausweis vorlegen zu lassen. Grund:
Gerade bei älteren Autos könnte es sein, dass der OP irgendwann mal
beweisen muss, dass er das Auto verkauft und nicht wild entsorgt hat.
Frank
--
Auch Menschen mit Sturmgewehren müssen Medienkompetenz lernen
Autor: "Harald Hengel" (2007-11-05 23:04:47)
Frank Winkler schrieb:
> Theoretisch ja. Nur will der Käufer, dass ich selbige mit ihm
> zusammen hier vor Ort erledige. An den Sprachkenntnissen kann es
> nicht liegen (er kann
> sehr gut Deutsch), eher an der Ortskenntnis. Oder ist das eher ein
> Warnsignal?
Er braucht eine Versicherung und wenn es kein Profi ist, weiss er
nicht einmal bei welcher Behörde er für das Kennzeichen vorsprechen
muss und er weiss auch kaum wo eine Versicherung findet.
Du kannst relativ Problemlos im Vorwege die genauen Formalitäten
erfragen.
Bargeld lacht und ich würde mit ihm direkt zuu Bank fahren und dort
einzahlen um mich gegen Falschgeld abzusichern.
Harald
--
Für eine korrekte Antwortadresse den Bindestrich entfernen.
Autor: Frank Winkler (2007-11-06 09:03:26)
Frank Hucklenbroich wrote:
>IIRC schon. Mein Vater hat vor ein paar Jahren mal einen teuren Mercedes
SL
>in die Schweiz verkauft, das war ein ziemlicher Papierkrieg. Soweit ich
Nun ja ... Schweiz ist ja immer so ne Sache ... die sind nicht in der EU
und ausserdem aus Prinzip sehr pingelig ;) ...
Gruss
fw
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