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Parteitag: SPD fordert Tempo 130 auf Autobahnen
Autor: JURKSCH@elektron-bbs.de (Hermann Jurksch) (2007-10-28 14:24:00)
fhwerner@lycos.de wrote:
> "Thorsten Weisert" schrieb im
Newsbeitrag
> news:1i6nfy6.179gt241yq5gecN%treschlkenn@gmx.at...
>> Jetzt bringen die Roten der BRD endlich die
Geschwindigkeitsbegrenzung.
>> Zwar eine fürs Klima völlig sinnlose Maßnahme, da es
sich um diesen
>> Quatsch nichts schert, aber ein gutes Gewissen für
SPD-Wähler, die
>> glauben, etwas gutes zu tun.
> Falls es Dir noch niemand gesagt hat: die teuer gekauften Sicherheits- und
> Umweltfeatures funktionieren alle nur bis zu einer bestimmten
> Geschwindigkeit. Darüber hinaus sind sie völlig nutzlos.
Ist Dir bewußt, wie wenige unbegrenzte Autobahnstrecken es in unserem
Land noch gibt? Diese sind jedoch ein Garant dafür, daß ein hier
verkauftes Auto auch noch bei seiner Höchstgeschwindigkeit in der
Spur bleibt und seine Reifen diese Geschwindigkeiten auch überstehen.
Kommt ein generelles Tempolimit, kann die Industrie hier sparen.
Die Geschwindigkeit, die man keinesfalls überschreiten sollte, hängt
von Umweltbedingungen (Regen, Schnee, Glatteis, Dämmerung, Nebel,Wind),
Straßenbeschaffenheit (Fahrbahnbelag, Kurvenführung,
Sichtverhältnisse,
Übertunnelung), Fahrzeugfrequenz, Verteilung der Fahrzeugtypen
(Zahl der LKW) und der Geschwindigkeitsverteilung bei den anderen
Verkehrsteilnehmern ab. 130 km/h ist daher so sinnvoll wie das
Grüßen eines Geßlerhutes. Viel interessanter wäre eine
dynamische
Geschwindigkeitsregelung, die möglichst viele der genannten Parameter
adäquat berücksichtigt. Hierzulande übt man sich jedoch
anscheinend
in der Meisterschaft, Beschränkungen so zu gestalten, daß sie von
möglichst vielen übertreten werden, um dann via
Geschwindigkeitskontrollen
abzukassieren. (Z.B. in der Nähe meines Wohnortes: Vierspurige
Straße
außerorts mit bepflanztem Mittelstreifen, Ampeln an jeder Kreuzung,
beschaltet für eine "Grüne Welle" bei ca 90-100 km/h,
jedoch
beschränkt auf 70 km/h - man hat wohl "vergessen", bei der
Einführung
von 70 km/h auch den Ampeltakt zu ändern, nicht jedoch, täglich
mit Radar die Einhaltung der 70 km/h zu kontrollieren.)
MfG
Hermann
Autor: "Rainer E." (2007-10-28 15:03:13)
Wolfgang Gerber wrote:
> Holger Marzen schrieb:
>
>> ["Followup-To:" nach de.talk.tagesgeschehen gesetzt.]
>
> inoriert
>
>> Mindestens 80% der Autofahrer sind überzeugt, dass sie
>> überdurchschnittlich gute Autofahrer sind.
>
> Und diese 80% schreiben dann in den NGs solche dämliche Artikel
> "kontra" Speedlimits und Kontrollen wie es hier schon wieder ein
paar
> dieser "Leuchten" gerade tun.
>
> Deutsche Autofahrer beweisen täglich und überall, dass sie mit
dem
> meisten Verkehrssituationen überfordert sind. Oder sich
rücksichtlos
> über Ordnung und Fairness anderen gegenüber hinwegsetzen.
>
> Und solche Leute dürfen "rasen" bis geht nicht mehr?
>
> Das geht schon beim "ordentlichen" Parken los. Sei es auf
> Großparklätzen als auch überall im Strassengewühl.
Und geht
> durchgehend bis zum Highspeed auf der Autobahn. Die einen sind einfach
> zu schnell entsprechend der Situationen und absolut rücksichlos
> gegenüber anderen Schwächeren und Langsamen. Oder eben letztere
oft,
> die diese Wahnsinnsraketen einfach unterschätzen. Weil es eben alles
> keine Profis sondern nur Durchschnittssmenschen sind.
>
> Ne ne - Speedlimit ist voll ok. In allen anderen Ländern geht es ja
> auch. Und es fährt sich besser und ruhiger dort.
Ist zwar drastisch gesagt, aber es trifft es wohl.
Irgendwoher müssen die vielen Autobahnpolizeireportagen ja kommen. Die
rüsten doch nicht ohne Grund auf mit Videofahrzeugen und ausgebildeten
Streifenbeamten. Wenn Amerikaner und Japaner schon Autobahn-Urlaub in
Deutschland buchen um mal richtig rasen zu können, muß darüber
doch schon
die eine oder andere Überlegung angestellt werden.
Ich würde aber für ein Tempolimit nur eintreten, wenn das
gegenseitige
Überholen von Brummis genauso konsequent verboten würde. Und wenn das
Sonntagsfahrverbot für LKWs strikter angewendet würde.
mfg
Rainer
Autor: "Rainer E." (2007-10-28 15:03:13)
Autor: "Rainer E." (2007-10-28 15:03:13)
Wolfgang Gerber wrote:
> Holger Marzen schrieb:
>
>> ["Followup-To:" nach de.talk.tagesgeschehen gesetzt.]
>
> inoriert
>
>> Mindestens 80% der Autofahrer sind überzeugt, dass sie
>> überdurchschnittlich gute Autofahrer sind.
>
> Und diese 80% schreiben dann in den NGs solche dämliche Artikel
> "kontra" Speedlimits und Kontrollen wie es hier schon wieder ein
paar
> dieser "Leuchten" gerade tun.
>
> Deutsche Autofahrer beweisen täglich und überall, dass sie mit
dem
> meisten Verkehrssituationen überfordert sind. Oder sich
rücksichtlos
> über Ordnung und Fairness anderen gegenüber hinwegsetzen.
>
> Und solche Leute dürfen "rasen" bis geht nicht mehr?
>
> Das geht schon beim "ordentlichen" Parken los. Sei es auf
> Großparklätzen als auch überall im Strassengewühl.
Und geht
> durchgehend bis zum Highspeed auf der Autobahn. Die einen sind einfach
> zu schnell entsprechend der Situationen und absolut rücksichlos
> gegenüber anderen Schwächeren und Langsamen. Oder eben letztere
oft,
> die diese Wahnsinnsraketen einfach unterschätzen. Weil es eben alles
> keine Profis sondern nur Durchschnittssmenschen sind.
>
> Ne ne - Speedlimit ist voll ok. In allen anderen Ländern geht es ja
> auch. Und es fährt sich besser und ruhiger dort.
Ist zwar drastisch gesagt, aber es trifft es wohl.
Irgendwoher müssen die vielen Autobahnpolizeireportagen ja kommen. Die
rüsten doch nicht ohne Grund auf mit Videofahrzeugen und ausgebildeten
Streifenbeamten. Wenn Amerikaner und Japaner schon Autobahn-Urlaub in
Deutschland buchen um mal richtig rasen zu können, muß darüber
doch schon
die eine oder andere Überlegung angestellt werden.
Ich würde aber für ein Tempolimit nur eintreten, wenn das
gegenseitige
Überholen von Brummis genauso konsequent verboten würde. Und wenn das
Sonntagsfahrverbot für LKWs strikter angewendet würde.
mfg
Rainer
Autor: Wolfgang Gerber (2007-10-28 15:17:30)
Rainer E. schrieb:
> > Ne ne - Speedlimit ist voll ok. In allen anderen Ländern geht es
ja
> > auch. Und es fährt sich besser und ruhiger dort.
>
> Ist zwar drastisch gesagt, aber es trifft es wohl.
ACK - ich kenne Länder von Nord bis Süd. Alle mit Limit. Und egal mit
was ich unterwegs bin bzw. war, also z.B. Sprinter, PKW oder WoMo - No
Stress!
Bei uns hier wird man nur laufend von idiotischen Dränglern bedrängt
wenn man mit 140 bis 150 "gemütlich" fährt und gar
überholt. Oder man
wird sogar rechts überholt, um dann voll in die Eisen steigen zu
müssen weil der Drängler im Meterabstand wieder vor einem reinzieht
und dann noch seinen Unmut über die vermeintliche Behinderung mit
Ausbremsen zeigen muss.
U.s.w. - ich könnte unzählige Beispiele bringen.
Ich bin bestimmt kein Schleicher - aber ich sehe auch nicht ein
unnötig schnell zu fahren wenn die Bahn nicht wirklich frei ist. Mit
200 an LKW-Kolonnen oder Autobahneinfahrten vorbeizubrettern ist in
meinem Augen nur ein Zeichen völliger Idiotie!
Von mir aus kann jeder 250 fahren wenn die Bahn wirklich völlig frei
ist. Aber mit Differenzen von mehr als 50 kmh an mehreren langsameren
Fahrzeugen oder EInfahrten wo sich Fahrzeige nähern vorbeizubrettern
ist, wie schon oben gesagt, einfach nur Idiotie. Man muss einfach
immer damit rechnen, daß langsamere Fahrzeuge ausscheren weil sie die
Geschwindigkeiten Heranrasender unterschätzen.
> Irgendwoher müssen die vielen Autobahnpolizeireportagen ja kommen.
Die
> rüsten doch nicht ohne Grund auf mit Videofahrzeugen und
ausgebildeten
> Streifenbeamten.
Viel zu wenig noch
> Wenn Amerikaner und Japaner schon Autobahn-Urlaub in
> Deutschland buchen um mal richtig rasen zu können, muß
darüber doch schon
> die eine oder andere Überlegung angestellt werden.
Ack - besonders Schweizer mit "dicken" Autos fallen mir
diesbezüglich
hier im Süden oft. Geschwindigkeitsbegrenzungen interessieren die gar
nicht.
> Ich würde aber für ein Tempolimit nur eintreten, wenn das
gegenseitige
> Überholen von Brummis genauso konsequent verboten würde.
ACK
> Und wenn das
> Sonntagsfahrverbot für LKWs strikter angewendet würde.
Das widerrum sehe ich gar nicht als Problem ein. Die paar (illegalen)
Brummis jucken nicht im Verhältnis zu vielen der sogenannten
Sonntagsfahrer.
Gruss Wolfgang
--
Achtung Spamfilter: Bei Mailantwort muss das Subjekt
das Wort NGANTWORT enthalten.
Autor: Benedikt Schubert (2007-10-28 14:22:02)
Hauke Hagenhoff wrote:
> Andreas Karrer schrieb:
>
>> Welcher Benzinpreisschock? Das Benzin ist hier (CH)
>> inflationsbereinigt
>
>> ungefähr gleich teuer wie 1970 (*vor* der ersten Ölkrise).
Siehe
>> http://www.bfe.admin.ch/php/modules/publikationen/stream.php?extlang=
> de&name
Autor: "Heiko Steffen" (2007-10-28 15:25:31)
"Jan Heichler" schrieb
> Ich bin 18 Monate lang jedes Wochenende min. 500km einfache Strecke
> gefahren. Sind allein schon mehr als 70k km.
Vielleicht sollte man diese geistige Verblödung verbieten.
Autor: "Patrick Grochowy" (2007-10-28 15:27:26)
"Marc Gerges" schrieb im Newsbeitrag
news:mepdv4-p33.ln1@pascal.gerges.lu...
> Patrick Grochowy wrote:
>>
>> Wenn der heutige Zeitgeist nicht auf "alles verbieten, alles
überregeln,
>> außer für mich, ich hab Sonderrechte" eingestellt
wäre, wären
>> innerorts 70 wohl auch kein Problem.
>
> Der Anhalteweg aus 50, mit einer Sekunde Reaktionszeit und einer
> Verzögerung von 8m/s^2 beträgt rund 25 Meter, gut die
Hälfte davon
> Reaktionsweg.
Kannst Du Dir hier alles exakt ausrechnen lassen, falls es
Dich interessiert:
http://gadgets.grochowy.de/bremsrechner/bremsrechner.html
> Das heisst, dass alles unerwartete in diesen 25 Metern
> angedätscht wird, das defa-Kind, sollte es sich innerhalb der ersten
13
> Meter bewegen, ist es tot, bevor Du es merkst. 50 km/h sind nicht
> überlebbar.
>
> Bei 70 verschiebt sich die Geschichte dahingehend, dass alles in den
> ersten 20 Metern abgeräumt wird, und Du stehst erst nach knapp 45
Meter.
>
> Ich finde den Unterschied schon bemerkenswert.
Ein gern genommenes und dennoch sinnloses Argument, denn daraus folgt
unweigerlich, daß nicht mehr als etwa doppelte Schrittgeschwindigkeit
erlaubt sein dürften (was die d.r.f Fraktion zwar beglücken
würde, aber
auch nur solange bis sie selbst dann dauernd Tickets bekommen).
Im Normalfall materialisieren eben keine Defa-Kinder aus dem Nichts vor
einem, sondern ein aufmerksamer Fahrer erkennt eine potentielle
Gefahrensituation vorher und ist entsprechend Bremsbereit (womit der
Reaktionsweg wegfällt). Und bei den Fällen, wo wirklich etwas
"aus dem Nichts"
vors Fahrzeug kommt (z.B. das Defa-Kind, das zwischen zwei geparkten LKW
hervor kommend auf die Fahrbahn läuft), nützt ein Tempolimit >
Schritttempo
auch nichts, denn auch bei 30 km/h oder 50 km/h kann das Kind so knapp vors
Fahrzeug rennen, daß es plattgefahren wird.
Im Normalfall ist der übersehbare Bereich aber so gestaltet, daß man
eben
mit heute ~70 km/h genauso sicher reagieren und anhalten kann, wie anno
dunnemals mit 50 km/h.
Wie schon woanders hier gesagt: die "sichere" Geschwindigkeit ergibt
sich
nicht aus Zahlen auf einem Blechschild, sondern aus der Situation vor Ort.
Das steht übrigens auch in der Straßenverkehrsordnung und das
lernt(e)
man auch in der Fahrschule.
Und die Leute, die das nicht selbst einschätzen können (bzw. es nicht
tun,
weil sie mit ihren Gedanken ganz woanders sind), sind immer eine Gefahr.
Völlig unabhängig von den Zahlen auf dem Schild und ihrem aktuell
gefahrenen Tempo. Die fahren auch dann noch 50, wenn eigentlich nur noch
30 angebracht wären. Oder fahren 40, wenn alles um sie herum mit 60
unterwegs ist, und erzeugen so Stauungen und Gefahrsitationen.
Noch ist der Großteil aber in der Lage, das richtig einzuschätzen
und
siehe da: die ungefähre Fließgeschwindigkeit auf Hauptstraßen
liegt
meist so zwischen 60 und 70 km/h (Zeiten, wo die Kapazität der
Straße
nicht mehr ausreicht natürlich ausgenommen).
Gruß Paddy
--
heb nix to siggen
Autor: "Patrick Grochowy" (2007-10-28 15:36:01)
"Wolfgang Gerber"
schrieb im
Newsbeitrag news:fg1igh$gnq$5@online.de...
>
> Helmut Barth schrieb:
>
>> > Tempolimit braucht kein Mensch.
>
>> Zumindest kein neues, wenn ohnehin schon eines existiert. Wirklich
>> unlimitierte Rennstrecken gibt es ja nur noch sehr wenige.
>
> und auf diesen limitierten Strecken fährt es sich relativ gut. Ohne
> unnötigen Stress
> [...]
Wenn Dich das Bewegen eines Kraftfahrzeugs auf einer unlimitierten
Strecke so sehr streßt, bist Du evtl. schlicht nicht zur Führung
eines Kraftfahrzeugs geeignet, schonmal daran gedacht?
Es gibt kein Grundrecht auf "sorg- und aufmerksamkeitslos durch die
Gegend bummeln".
Gruß Paddy
--
heb nix to siggen
Autor: "Rainer E." (2007-10-28 15:45:31)
Wolfgang Gerber wrote:
>> Und wenn das
>> Sonntagsfahrverbot für LKWs strikter angewendet würde.
>
> Das widerrum sehe ich gar nicht als Problem ein. Die paar (illegalen)
> Brummis jucken nicht im Verhältnis zu vielen der sogenannten
> Sonntagsfahrer.
OK, damit meinte ich aber auch das Sonntagsfahrverbot auf Bundes- und
Landstraßen. Die sollen Sonntags ja nicht nur auf der Autobahn nicht
fahren
dürfen. Da nervt es schon.
mfg
Rainer
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