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Parteitag: SPD fordert Tempo 130 auf Autobahnen
Autor: Tobias Richter (2007-10-28 12:58:30)
"Frank Beelitz" schrieb:
> Die sind nicht blöde, nur Motorradfreundlich.
[...]
> Gut, der Hinterreifen macht das nicht lange und der Tacho zeigt
öfters
> was dreistelliges an, aber geblitzt wird NUR von vorne.
Ja, Deine Einstellung finde ich gut.
Was würden Transplantationszentren ohne Idioten wie Dich machen.
--
CU Tobias
Ich muss weg.
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Autor: marc.gerges@gmail.com (Marc Gerges) (2007-10-28 12:51:41)
Frank Kemper wrote:
>
>>> Ich finde ja das schwedische 110km/h Limit ganz angenehm. Alles
fährt
>>> gleich schnell und entspannt und man kommt auch an. Nur fährt
man halt
>>> mal ne viertel Stunde länger, wenns danach ist.
>
> Die fahren nur deswegen alle so schön langsam, weil die schwedische
> Polizei Strafen in einer Höhe verhängt, die schon als
"Enteignung" zu
> bezeichnen sind. Der Chef von Ericsson hat mal 100.000 Euro wg. Speeding
> bezahlt.
Die Strafen sind nach Einkommen gestaffelt. Finde ich einen sehr
sinnvollen Ansatz.
>
> So, nun stellt sich aber die Frage: Wollen wir in einem Staat leben, der
> seine Gesetze mit Strafen durchsetzt, die jeden Normalbürger wirklich
in
> ernsthafte Schwierigkeiten bringen, falls es ihn mal trifft?
Außerdem
> kann man sich lebhaft vorstellen, dass kaum ein Autofahrer mit
> Rechtsschutzversicherung ein 1.000-Euro-Ticket einfach so hinnimmt, ohne
> Rechtsmittel einzulegen. Das Resultat: Die Justiz wäre komplett
> blockiert. Den Rechtsweg auch noch abschaffen? Aha, da weht der Wind...
Hmpf.
Nicht dass ich die deutsche Politik jetzt extrem im Detail verfolgen
würde, aber kam die Forderung nicht von der Basis, will sagen gegen
die Parteiführung bei der SPD?
Und wenn die Leute überwiegend das wollen, geht das doch in Ordnung,
oder?
cu
.\\arc
Autor: marc.gerges@gmail.com (Marc Gerges) (2007-10-28 12:51:41)
Autor: marc.gerges@gmail.com (Marc Gerges) (2007-10-28 12:51:41)
Frank Kemper wrote:
>
>>> Ich finde ja das schwedische 110km/h Limit ganz angenehm. Alles
fährt
>>> gleich schnell und entspannt und man kommt auch an. Nur fährt
man halt
>>> mal ne viertel Stunde länger, wenns danach ist.
>
> Die fahren nur deswegen alle so schön langsam, weil die schwedische
> Polizei Strafen in einer Höhe verhängt, die schon als
"Enteignung" zu
> bezeichnen sind. Der Chef von Ericsson hat mal 100.000 Euro wg. Speeding
> bezahlt.
Die Strafen sind nach Einkommen gestaffelt. Finde ich einen sehr
sinnvollen Ansatz.
>
> So, nun stellt sich aber die Frage: Wollen wir in einem Staat leben, der
> seine Gesetze mit Strafen durchsetzt, die jeden Normalbürger wirklich
in
> ernsthafte Schwierigkeiten bringen, falls es ihn mal trifft?
Außerdem
> kann man sich lebhaft vorstellen, dass kaum ein Autofahrer mit
> Rechtsschutzversicherung ein 1.000-Euro-Ticket einfach so hinnimmt, ohne
> Rechtsmittel einzulegen. Das Resultat: Die Justiz wäre komplett
> blockiert. Den Rechtsweg auch noch abschaffen? Aha, da weht der Wind...
Hmpf.
Nicht dass ich die deutsche Politik jetzt extrem im Detail verfolgen
würde, aber kam die Forderung nicht von der Basis, will sagen gegen
die Parteiführung bei der SPD?
Und wenn die Leute überwiegend das wollen, geht das doch in Ordnung,
oder?
cu
.\\arc
Autor: Dirk Schmidt (2007-10-28 13:42:42)
Erhard Schwenk schrieb am 28.10.2007 :
> Die Strafen in Schweden werden abhängig vom Einkommen festgesetzt.
> Offensichtlich mit zu geringer Progression, denn für den Chef von
Ericsson
> dürfte das immer noch die Portokasse gewesen sein.
Ich habe das nun nicht mehr verfolgt, da ich da ja nicht mehr lebe,
aber wenn ich mich recht entsinne, dann habe ich damals fixe Strafen
zahlen müssen, ohne daß diese vom Einkommen abhängig waren
(oder lag
das daran, daß meine Frau kein eigenes Einkommen hatte?!)...
Die Strafen für Alkohol am Steuer wurden dann aber nach Tagessätzen
berechnet und waren, im Gegensatz zu den deutschen Strafen, wirklich
happig (und in meinen Augen trotzdem noch zu niedrig, hielt es die
Schweden doch gerade um midsommar nicht davon ab, gehörig einen zu
bechern und danach das Auto im Graben zu versenken...)!
> Selbstverständlich will man das. Strafen müssen weh tun. Wir
sollten uns
> schon entscheiden, ob wir bestimmte Geschwindigkeiten auf der Autobahn
haben
> wollen (dann brauchen wir kein Limit) oder nicht. Wenn wir uns für
"nicht"
> entscheiden, muß der Staat das auch durchsetzen, und dazu
gehört
> selbstverständlich, daß die Strafen so weh tun, daß sich
das keiner mehr
> traut.
Das sehe ich auch so...
Eine Strafe, die nicht abschreckt, die ist keine Strafe...
Bye,
Dirk
--
%name% wrote:
Autor: Dirk Schmidt (2007-10-28 13:50:12)
Otto Adam schrieb am 28.10.2007 :
> Ich wohne im 130er-Land Oesterreich. Bei meinen sporadischen Besuchen
> nehme ich den Verkehr im theoretischen Freifahrtland Deutschland als
> genau gleich emotional gefordert wahr wie bei uns hier.
> Das liegt mehr an der Mentalitaet der Menschen denn an Limits.
Gut, nehmen wir mal die Bergvölker da raus, in Bayern wird auch
aggressiver überholt als in Schleswig-Holstein (zumindest habe ich das
Gefühl, daß die da unten keine wirkliche Sicht brauchen, die wissen
ja,
wo die Kurven sind und der Gegenverkehr juckt nicht)...
Aber wenn die da nicht so gut fahren könnten, dann gäbe es ja auch
nicht all die schönen Kreuze am Fahrbahnrand...
Zudem pinseln die da unten Mittelstreifen auf die Fahrradwege und
lassen die Autos darauf los... ;-)
Ich kann da nur von Holland, dem skandinavischen Raum und den U.S.A.
sprechen und dort ist der Verkehr i.d.R. entspannter und zivilisierter,
wenngleich natürlich dies in Ballungsgebieten teilweise nur
eingeschränkt gilt.
Und ehrlich gesagt komme ich lieber 15min später (oder zu spät) an,
als
daß ich gar nicht mehr ankomme...
Bye,
Dirk
--
%name% wrote:
Autor: "peter van haag" (2007-10-28 13:56:15)
"Thorsten Weisert" schrieb im Newsbeitrag
news:1i6nfy6.179gt241yq5gecN%treschlkenn@gmx.at...
> "Die SPD hat sich für ein allgemeines Tempolimit von 130
> Stundenkilometern auf Autobahnen ausgesprochen.
Irgendwie logisch. Wenn schon alle Menschen nach sozialistischer Auffassung
gleich sind, sollen sie gefälligt auch gleich schnell fahren.
PvH
Autor: Wolfgang May (2007-10-28 12:59:54)
In de.etc.fahrzeug.auto Marc Gerges wrote:
> Nicht dass ich die deutsche Politik jetzt extrem im Detail verfolgen
> würde, aber kam die Forderung nicht von der Basis, will sagen gegen
> die Parteiführung bei der SPD?
>
> Und wenn die Leute überwiegend das wollen, geht das doch in Ordnung,
> oder?
Das will die Mehrheit der Parteitagsbesucher einer bestimmten Partei.
Mehr erstmal nicht.
Ob das
- die Mehrheit der Mitglieder dieser Partei (von denen viele vielleicht
ihre taegliche Arbeit dem Austausch feilgehaltener Maulaffen vorziehen),
- die Mehrheit der Waehler dieser Partei (die vielleicht ganz andere
Beweggruende haben, eine Partei zu waehlen, die in ihren Wurzeln
eine Arbeiterpartei sein will),
- die Mehrheit der Bevoelkerung
will, steht auf einem anderen Blatt. Das ist eines der Probleme dieser
Form von Demokratie ueber mehrere Ebenen: wer am lautesten schreit
und am meisten Energie darauf verwendet, setzt sich moeglicherweise durch.
Ansonsten: die duerfen sich doch bereits jetzt darauf beschraenken,
maximal 130 zu fahren.
Wolfgang
Autor: Tobias Richter (2007-10-28 13:50:15)
"Wolfgang May" schrieb:
>> Der springende Punkt an der Sache ist, dass es abgesehen von wirklich
>> laaaangen Hauptstraßen ohne Ampeln oder anderen kreuzenden
Verkehr in
>> der Stadt wurst ist, ob nun 30kmh, 50kmh oder 70kmh gefahren werden
>> darf. Der Schnitt in der Stadt liegt je nach gröÂße
und dichte der Stadt
>> irgendwo zwischen 20 und 30kmh. Man könnte also locker 30kmh
einführen
>> und statt das Limit für eine Zeitverkürzung heranzuziehen
z.B.
>> Ampelphasen auf dieses neue Limit anpassen.
>
> Duh, der Hauptgrund von Ampeln an Kreuzungen ist nicht, den Verkehr
> aufzuhalten, sondern den kreuzenden Verkehr zu koordinieren. Schau
> Dir das mal etwas genauer an, wenn Du mal wieder eine Ampel siehst.
Was mit grüner Welle bedeutend besser geht, aber ließ es Dir einfach
nochmal durch, vielleicht verstehst Du dann.
> Bei einer Verlangsamung des Verkehrs muessten die Rot-Zeiten sogar
> *verlaengert* werden, um den Querverkehr kreuzen zu lassen (Zeit =
> Strecke/Geschwindigkeit).
Das dürfte völlig wurst sein, denn wenn man vor der roten Ampel steht
ist es egal, ob 50PS oder 500PS anfahren. In Bereich der Ampel sind alle
lahm, wenn die Ampelschaltung mies ist und man rot sieht. Hier würde
eine "grüne Welle bei 30" mehr Fluß in den Verkehr
bringen.
--
CU Tobias
Ich muss weg.
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Autor: Wolfgang May (2007-10-28 13:30:08)
In de.etc.fahrzeug.auto Tobias Richter wrote:
> "Wolfgang May" schrieb:
> >> Der springende Punkt an der Sache ist, dass es abgesehen von
wirklich
> >> laaaangen Hauptstraßen ohne Ampeln oder anderen kreuzenden
Verkehr in
> >> der Stadt wurst ist, ob nun 30kmh, 50kmh oder 70kmh gefahren
werden
> >> darf. Der Schnitt in der Stadt liegt je nach
gröÂße und dichte der Stadt
> >> irgendwo zwischen 20 und 30kmh. Man könnte also locker 30kmh
einführen
> >> und statt das Limit für eine Zeitverkürzung
heranzuziehen z.B.
> >> Ampelphasen auf dieses neue Limit anpassen.
> >
> > Duh, der Hauptgrund von Ampeln an Kreuzungen ist nicht, den Verkehr
> > aufzuhalten, sondern den kreuzenden Verkehr zu koordinieren. Schau
> > Dir das mal etwas genauer an, wenn Du mal wieder eine Ampel siehst.
>
> Was mit grüner Welle bedeutend besser geht, aber ließ es Dir
einfach
> nochmal durch, vielleicht verstehst Du dann.
Das Verstehensproblem liegt eindeutig auf Deiner Seite.
> > Bei einer Verlangsamung des Verkehrs muessten die Rot-Zeiten sogar
> > *verlaengert* werden, um den Querverkehr kreuzen zu lassen (Zeit =
> > Strecke/Geschwindigkeit).
>
> Das dürfte völlig wurst sein, denn wenn man vor der roten Ampel
steht
> ist es egal, ob 50PS oder 500PS anfahren.
Du hast ganz offensichtlich den Begriff "gruene Welle" nicht
verstanden.
Dabei geht es darum, *nicht* an jeder Ampel anfahren zu muessen.
> In Bereich der Ampel sind alle
> lahm, wenn die Ampelschaltung mies ist und man rot sieht. Hier würde
> eine "grüne Welle bei 30" mehr Fluß in den Verkehr
bringen.
Nein. Selbst dann ergaebe sich daraus keinerlei positiver Effekt.
Merke: wer auf 50 beschleunigt, muss dabei auch bis 30 beschleunigen.
Wenn jedoch nach 30 noch auf 50 beschleunigt wird, kommen in derselben
Zeit mehr Autos durch.
Wolfgang
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