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Gegen die Wand?
Autor: "Rainer E." (2007-08-12 00:13:21)
Was passiert eigentlich, wenn man den Markt mit billigen Low-Tech Vehikeln
überschwemmt, die genauso ca 10 Jahre halten, wie die High-Tech Vehikel.
Könnte das auf dieses Szenario hinauslaufen und eine
Übersättigung
verursachen?
http://www.stern.de/sport-motor/autoservice/:Auto-Industrie--Gegen-Wand-/595032.html
Becker, der Name kommt mir irgendwie bekannt vor....
mfg
Rainer
Autor: Andreas Wenzel (2007-08-12 02:14:33)
Rainer E. schrieb:
> Was passiert eigentlich, wenn man den Markt mit billigen Low-Tech
> Vehikeln überschwemmt, die genauso ca 10 Jahre halten, wie die
High-Tech
> Vehikel.
>
> Könnte das auf dieses Szenario hinauslaufen und eine
Übersättigung
> verursachen?
>
> http://www.stern.de/sport-motor/autoservice/:Auto-Industrie--Gegen-Wand-/595032.html
>
> Becker, der Name kommt mir irgendwie bekannt vor....
Ist das der Helmut Becker hier?
http://www.wdr.de/themen/wirtschaft/1/autohaus
becker/index.jhtml
Dann ist er ja ein echter experte für erfolgreiche
Geschäftsführung...
Gruß,
Andreas
Autor: Andreas Wenzel (2007-08-12 02:14:33)
Autor: Andreas Wenzel (2007-08-12 02:14:33)
Rainer E. schrieb:
> Was passiert eigentlich, wenn man den Markt mit billigen Low-Tech
> Vehikeln überschwemmt, die genauso ca 10 Jahre halten, wie die
High-Tech
> Vehikel.
>
> Könnte das auf dieses Szenario hinauslaufen und eine
Übersättigung
> verursachen?
>
> http://www.stern.de/sport-motor/autoservice/:Auto-Industrie--Gegen-Wand-/595032.html
>
> Becker, der Name kommt mir irgendwie bekannt vor....
Ist das der Helmut Becker hier?
http://www.wdr.de/themen/wirtschaft/1/autohaus
becker/index.jhtml
Dann ist er ja ein echter experte für erfolgreiche
Geschäftsführung...
Gruß,
Andreas
Autor: Malte Messmann (2007-08-12 02:36:30)
Andreas Wenzel schrieb:
> Rainer E. schrieb:
>> Was passiert eigentlich, wenn man den Markt mit billigen Low-Tech
>> Vehikeln überschwemmt, die genauso ca 10 Jahre halten, wie die
>> High-Tech Vehikel.
>>
>> Könnte das auf dieses Szenario hinauslaufen und eine
Übersättigung
>> verursachen?
>>
>> http://www.stern.de/sport-motor/autoservice/:Auto-Industrie--Gegen-Wand-/595032.html
>>
>> Becker, der Name kommt mir irgendwie bekannt vor....
>
> Ist das der Helmut Becker hier?
>
> http://www.wdr.de/themen/wirtschaft/1/autohaus
becker/index.jhtml
>
> Dann ist er ja ein echter experte für erfolgreiche
Geschäftsführung...
Der hat mit diesem Becker sicherlich nichts zu tun.
Zitat:
Der Autor Helmut Becker, 63, war viele Jahre bei BMW in leitender
Funktion tätig und gründete danach das Institut für
Wirtschaftsanalyse
und Kommunikation (IWK) in München, das er bis heute führt. Ein
Interview mit dem promovierten Volkswirt über die Fehler der Automanager.
Der andere Helmut Becker war ja mal ein Autohaus-Besitzer für
Schicki-Micki Autos.
Aber dennoch halte ich das was der Becker in seinem Buch geschrieben hat
für Geschwätz. Er muss halt sein Buch promoten und auch verkaufen.
Die
größten Einbrüche beim Verkauf haben in Deutschland die
angeblich so
umweltfreundlichen Japaner. Der Mazda 3 liegt zum Beispiel bei einem
Verkaufsminus von 50% gegenüber dem Vorjahr, genau wie Honda und auch
der Primus Toyota. Der teure Auris verkauft sich in Deutschland auch nur
schleppend. Die bessere und sparsamere Motorentechnik haben momentan die
Deutschen zum Beispiel mit dem VW TSI Motor 1,4l mit 122 PS. Die Japaner
haben da, außer ihrem Hybrid nichts.
Autos sind allgemein sehr teuer geworden, bei allen Herstellern und es
ist einfach nicht mehr soviel Geld unter den Leuten wie noch vor 15
Jahren. Wenn ich so überlege mein Kompaktklasse-Auto hat 1999 knapp
14000 Euro gekostet.
Dafür bekommt man heute nicht mal mehr einen Kleinwagen. Ich habe mal
gelesen Autos sind in den letzten Jahren um 30% im Grundpreis gestiegen
und das lässt sich nicht alles nur mit besserer Ausstattung
begründen.
Wer heute ein Auto kaufen will, was in seine Garage passen soll, muss
heute downgraden. Statt einem Vectra einen Astra kaufen oder statt einem
Astra eben nur ein Corsa.
Bei den strukturellen Problemen mag der Herr Becker vielleicht recht
haben, aber Mercedes wird niemals kleine billige Autos produzieren, weil
das die Käufer eher von Ford und Opel erwarten, als von einem
Premiumhersteller.
Ich denke dieser Helmut Becker ist losgezogen, um die deutsche
Automobilindustrie tot zu reden, wenn er dann sein Buch verkauft hat,
wird wieder Ruhe im Blätterwald sein.
Malte
Autor: <e-a-jungblut@t-online.de> (2007-08-12 04:27:58)
Andreas Wenzel wrote:
> Rainer E. schrieb:
>> Was passiert eigentlich, wenn man den Markt mit billigen Low-Tech
>> Vehikeln überschwemmt, die genauso ca 10 Jahre halten, wie die
>> High-Tech Vehikel.
>>
>> Könnte das auf dieses Szenario hinauslaufen und eine
Übersättigung
>> verursachen?
>>
>>
http://www.stern.de/sport-motor/autoservice/:Auto-Industrie--Gegen-Wand-/595032.html
>>
>> Becker, der Name kommt mir irgendwie bekannt vor....
>
> Ist das der Helmut Becker hier?
>
> http://www.wdr.de/themen/wirtschaft/1/autohaus
becker/index.jhtml
>
> Dann ist er ja ein echter experte für erfolgreiche
Geschäftsführung...
Wenn du dir auch nur ein bisschen Mühe gegeben hättest wären dir
beim
lesen die unterschiedlichen Altersangaben aufgefallen. Und wenn man
einfach mal bei google Helmut Auto Becker eingibt ist ganz klar, das
Helmut Becker wohl doch ein Allerweltsname ist!
http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.vipnews.de/news/grafik/news9935-becker.jpg&imgrefurl=http://www.vipnews.de/news/news9935-viptreffen.htm&h!5&w10&sz=19&hl
Autor: Ralf Koenig (2007-08-12 13:30:52)
Rainer E. wrote:
> Was passiert eigentlich, wenn man den Markt mit billigen Low-Tech
> Vehikeln überschwemmt,
Also bis jetzt kann von Überschwemmen noch keine Rede sein. Dafür
müssten die Autos erstmal in großer Vielfalt angeboten und dann auch
dauerhaft mit wirtschaflichen Erfolg verkauft werden. Und die dt.
Autobauer (bei wirtschaftlichem Erfolg der "Billig"-Modelle der
Konkurrenz in wesentlichen Märkten dieser Welt) nicht reagieren.
Man könnte auch sagen, VW hat den Markt in Mittel- und Südamerika
überschwemmt mit Käfer (Vergangenheit) und Gol (Gegenwart).
Reden wir hier also vom deutschen Markt oder dem Weltmarkt?
Am deutschen Markt sieht man noch recht wenige "billige
Low-Tech"-Automobile, die wirtschaftlich erfolgreich sind (verkaufte
Menge x Gewinn). Und wenn man hier über die 8% Absatzrückgang
grübelt,
würde ich nicht nur bei den Managern dt. Automobilkonzerne ansetzen.
Und auf dem Weltmarkt können die dt. Marken nicht so schlecht dastehen,
wenn sie 12% Absatzwachstum beim Export erreichen. Müsste man mal mit
den anderen vergleichen.
> die genauso ca 10 Jahre halten, wie die High-Tech Vehikel.
Also da sind ja etliche Fragen noch offen. Viele (aber nicht alle)
Fahrzeuge aus Korea/Malaysia, die einst als Preisbrecher beworben
wurden, sind heute die letzten in den Mängelstatistiken.
> Könnte das auf dieses Szenario hinauslaufen und eine
Übersättigung
> verursachen?
>
> http://www.stern.de/sport-motor/autoservice/:Auto-Industrie--Gegen-Wand-/595032.html
Also ich sehe da kein "Szenario", sondern eine Flut von
Widersprüchen,
die - zumindest in dem kurzen Online-Beitrag - nicht sinnvoll erörtert
werden, sondern in sinnlosen Platitüden auf Stammtischniveau und
Anfeindungen mit allen dt. Marken außer BMW enden.
Und: Nur auf dem Verbrauch rumzureiten, bringt doch auch nichts. Ich
frag mich ja, wann die Tankstellenketten irgendwie Jahresabos oder
Prepaidgeschichten anbieten, dann verschwindet die periodische
Sichtbarkeit der Tankkosten und die heftigen Reaktionen bei
Preissteigerungen recht schnell.
Eine echte Leistung wäre es dagegen gewesen, die Schwierigkeiten
darzustellen, um folgende wünschenswerte Faktoren der verschiedenen
Interessenvertreter zu kombinieren:
Aus Hersteller-Sicht
* hoher Gewinn, also Absatz x Marge
* niedrige Produktionskosten (da spielen ja viele Faktoren rein)
* hohe Standardisierung ermöglicht Automatisierung
* wenig Personal
Aus Kundensicht (hier mal beispielhaft, das unterscheidet sich recht
stark nach den Zielmärkten, weil da teilweise sehr unterschiedliche
Bedingungen herrschen)
* niedrige Anschaffungs- und Betriebskosten
* lange Haltbarkeit und hohe Zuverlässigkeit
* hoher Standard bei Komfort und Sicherheit
* Variabilität
* individuelle Autos (gerade in D)
Ziele der dt. Volkswirtschaft
* hohe Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland
Das Ziel möglichst geringer Umweltbelastung bei Produktion und Betrieb
des Autos kann ich irgendwie nicht so richtig einem Interessenvertreter
zuordnen. Mir scheint das immer recht konstruiert. Klar, es muss
irgendwie ein Ziel der Weltbevölkerung sein, aber letzten Endes muss man
"weniger Umweltbelastung" irgendwie glaubhaft mit "geringeren
Kosten"
assoziieren, damit die Kunden das wirklich wollen.
Und exzellent wäre es, dann noch mögliche Maßnahmen
darzustellen
zusammen mit einem glaubhaft und konservativ gestalteten Modell samt
Simulation, die zumindest plausibel macht, dass diese Maßnahmen wirklich
vielen dieser Ziele entgegenstreben und sich nur marginal von anderen
entfernen.
Wenn der Autor ein "Institut für Wirtschaftsanalyse und Kommunikation
(IWK)" leitet, dann müssten seine Mitarbeiter doch die gängigen
Methoden
kennen.
Ich werde mal in dem Buch blättern, wieviel davon drin ist, insofern hat
sich der stern-Artikel trotz lausiger Qualität des Textes wahrscheinlich
sein Ziel erreicht.
Ralf
Autor: Tobias Stenzel (2007-08-12 13:58:01)
Malte Messmann wrote:
> Aber dennoch halte ich das was der Becker in seinem Buch geschrieben hat
> für Geschwätz. Er muss halt sein Buch promoten und auch
verkaufen.
> Die größten Einbrüche beim Verkauf haben in Deutschland
die angeblich so
> umweltfreundlichen Japaner. Der Mazda 3 liegt zum Beispiel bei einem
> Verkaufsminus von 50% gegenüber dem Vorjahr, genau wie Honda und auch
> der Primus Toyota.
Ich weiß ja nicht, was manche Leute andauernd gegen die bösen
Japaner
haben... Die Realität sieht doch anders aus.
Wie wäre es mal mit etwas konkreteren Zahlen, wie hier z.B.:
(PDF)
http://tinyurl.com/yogxgd
(Zweite Seite, Zulassungen Jan-Jul)
Im ersten Halbjahr haben die Zulassungen gesamt um 8,3% nachgegeben, VW um
10,2%, Toyota um 8%, Mazda und Nissan verkaufen nur recht wenig Autos in
Deutschland; die haben prozentual recht viel verloren. Honda nur 3,4%.
Lada ist übrigens der Gewinner des Jahres mit über 50%, davor muss
sich
unsere Autoindustrie fürchten ;-
>Die Japaner haben da, außer ihrem Hybrid nichts.
Tja, ist doch schon mal was. Dafür können die anderen außer
Honda überhaupt
nichts in der Richtung vorweisen...
Die Benzinmotorenpalette wird gerade überarbeitet, in den nächsten
Zeit bis
2009 kommen viel bessere Benzinmotoren zum Einsatz. Den "saubersten"
(relativ...) Diesel von allen Herstellern hat Toyota auch im Angebot.
Wirklich bessere Benzinmotoren haben im Moment auch nur VW und BMW, die
waren bei der Einführung etwas schneller.
Autor: "Peter Sieker" (2007-08-12 16:00:28)
Rainer E. wrote:
> Was passiert eigentlich, wenn man den Markt mit billigen Low-Tech
> Vehikeln überschwemmt, die genauso ca 10 Jahre halten, wie die
> High-Tech Vehikel.
> http://www.stern.de/sport-motor/autoservice/:Auto-Industrie--Gegen-Wand-/595032.html
>
Wie seriös und fundiert diese Thesen des Herrn Becker sind, zeigt sich
schon daran dass er den privaten Neuwagenkonsum im ersten Halbjahr
2006 mit 2007 vergleicht, ohne auch nur mit einer silbe die MwSt-erhöhung
zu erwähnen.
Die Käufer von Premiumautomobilen (z.B. BMW,Mercedes,Porsche,Audi etc.)
ändern ihr Kaufverhalten nicht, nur weil eine weitere billigere Marke
auftaucht,
schliesslich haben sie ja auch heute schon die Möglichkeit billiger zu
kaufen
(z.B. VW,Ford,Opel, Renault, Peugeot etc).
Autor: Gerald Gruner (2007-08-12 16:10:13)
Malte Messmann schrieb am Sun, 12 Aug 2007:
> Aber dennoch halte ich das was der Becker in seinem Buch geschrieben
> hat für Geschwätz. [...]
> Bei den strukturellen Problemen mag der Herr Becker vielleicht recht
> haben, aber Mercedes wird niemals kleine billige Autos produzieren,
> weil das die Käufer eher von Ford und Opel erwarten, als von einem
> Premiumhersteller.
Vielleicht solltest da da statt "billig" eher "preiswert"
schreiben.
Dass kann bei einem Mercedes eine ganz andere Zahl sein als bei Fiat.
Aber das Beispiel USA, die sich auf große Fahrzeuge konzentriert und
den Japanern den Rest überlassen haben, sollte einem schon zu denken
geben. Asien ist mächtig im Kommen, erst im Preis, aber dann auch in
Qualität. Z.B. Lexus ist drüben auch in der Oberklasse echte
Konkurrenz und die US-eigenen Marken kämpfen ums blanke Überleben.
(oder haben schon verloren und das Sterben dauert etwas länger?)
Wer wichtige Trends verschläft, spielt auch hier mit seinem
wirtschaftlichen Überleben. So weit sollten wir es nicht kommen
lassen.
> Ich denke dieser Helmut Becker ist losgezogen, um die deutsche
> Automobilindustrie tot zu reden, wenn er dann sein Buch verkauft hat,
> wird wieder Ruhe im Blätterwald sein.
Er will wohl sein Buch verkaufen, aber so ganz unrecht hat er nicht.
Und er hat ja immerhin einige Erfahrung im Automobilbereich.
MfG
Gerald
--
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