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Hochleistungs-Elektroauto mit 700 PS


Autor: "Michael Landenberger" (2007-06-20 08:21:31)

"Siegfried Schmidt" schrieb:

> Eine USV mit diesen Eckdaten kann man einfach bestellen, die
> enthält alles was notwendig ist in mehrfacher Ausführung.

> http://www.apcmedia.com/salestools/ASTE-6Z3SWS R0 EN.pdf

Der Link braucht ewig zum Laden :-(

Enthält diese USV einen Anschlussstecker, dessen Handhabung ebenso einfach
ist wie die einer Zapfpistole und der Ströme von 3x 500 Ampere
kontaktsicher, lichtbogen- und berührungsgeschützt übertragen kann? Und viel
wichtiger: wie viele Tankstellen weltweit gibt es, bei denen so ein Teil
rumsteht und auf den stromhungrigen Elektroautofahrer wartet? *Das* ist
nämlich das eigentliche Problem. Natürlich existieren Stromversorgungen von
420 kW und mehr bei 480V, nur werden sie bisher für ganz andere Zwecke
eingesetzt.

>> Die 700 PS sind nur ein Spitzenwert, der nur beim Beschleunigen
>> zur Verfügung steht. Würde man den Antriebsmotoren diese Leistung
>> ständig abverlangen, wären sie entweder in 5 Minuten durchgeschmort
>> oder in ebenso kurzer Zeit der Akku leer.
>
> Auch Elektromotoren erreichen auch nicht bei jeder Drehzahl die
> Nennleistung, mangels Getriebe kann die Anpassung bei Höchstdrehzahl
> kaum optimal sein.

Das ist ein weiterer Grund, weswegen man das Auto nicht mit einem
700PS-Sportwagen mit Verbrennungsmotor vergleichen kann.

Gruß

Michael

Autor: Frank Hucklenbroich (2007-06-20 08:26:54)

Am Tue, 19 Jun 2007 22:47:57 +0200 schrieb Michael Landenberger:

> Bei
> dem in USA geltenden Tempolimit von max. 120 km/h müsste eine Akkuladung für
> 3 Std. 20 Minuten Fahrzeit reichen (exakt diese Zeit benötigt man bei 120
> km/h für 400 km). Eine Akkuladung hält nur dann so lange, wenn man dem Akku
> nicht mehr als durchschnittlich 21 kW entnimmt, das sind weniger als 30 PS.

Interessant wäre auch die Selbstentladung der Akkus. Ich bezweifle nämlich,
daß man den Wagen mal einfach zwei oder drei Wochen in die Garage stellen
kann und die Akkus sind dann noch richtig voll.

Grüße,

Frank

Autor: Frank Hucklenbroich (2007-06-20 08:26:54)


Autor: Frank Hucklenbroich (2007-06-20 08:26:54)

Am Tue, 19 Jun 2007 22:47:57 +0200 schrieb Michael Landenberger:

> Bei
> dem in USA geltenden Tempolimit von max. 120 km/h müsste eine Akkuladung für
> 3 Std. 20 Minuten Fahrzeit reichen (exakt diese Zeit benötigt man bei 120
> km/h für 400 km). Eine Akkuladung hält nur dann so lange, wenn man dem Akku
> nicht mehr als durchschnittlich 21 kW entnimmt, das sind weniger als 30 PS.

Interessant wäre auch die Selbstentladung der Akkus. Ich bezweifle nämlich,
daß man den Wagen mal einfach zwei oder drei Wochen in die Garage stellen
kann und die Akkus sind dann noch richtig voll.

Grüße,

Frank

Autor: Michael Platen (2007-06-20 08:57:40)

Moin Siegfried,

Siegfried Schmidt schrieb am Mittwoch, 20. Juni 2007 07:41:

> Auch Elektromotoren erreichen auch nicht bei jeder Drehzahl die
> Nennleistung, mangels Getriebe kann die Anpassung bei Höchstdrehzahl kaum
> optimal sein.

im Gegensatz zu einem Verbrennungsmotor ist der Leistungsbereich eines
(Drehstrom-)Elektromotors riesig, er braucht kein Wechselgetriebe oder
Kupplung. Seine Drehzahlgrenze ist eigentlich nur mechanischer Natur
(Fliehkräfte zerstören seinen rotierenden Teil).
--
Viele Grüße

Michael Platen

Autor: Siegfried Schmidt (2007-06-20 09:03:10)

Hallo Michael,

> Der Link braucht ewig zum Laden :-(

Ist auch die ausführliche Installationsanleitung.

> Enthält diese USV einen Anschlussstecker, dessen Handhabung ebenso
> einfach ist wie die einer Zapfpistole und der Ströme von 3x 500 Ampere
> kontaktsicher, lichtbogen- und berührungsgeschützt übertragen kann?

Diese nicht, aber technische Lösungen dafür sind seit Jahrzehnten im
harten Alltagsbetrieb:

http://de.wikipedia.org/wiki/Zugvorheizanlage

> Und viel wichtiger: wie viele Tankstellen weltweit gibt es, bei denen
> so ein Teil rumsteht und auf den stromhungrigen Elektroautofahrer
> wartet? *Das* ist nämlich das eigentliche Problem. Natürlich
> existieren Stromversorgungen von 420 kW und mehr bei 480V, nur werden
> sie bisher für ganz andere Zwecke eingesetzt.

Niemand schreibt vor, daß es ausgerechnet 480V sein müssen, das ist
lediglich in USA eine gängige Ausführung vorhandener Anschlüsse.

Eine neue flächendeckende Infrastruktur kann sowieso nicht von einem
einzelnen Fahrzeughersteller festgelegt werden und wird sich an den
technischen Erforderissen orientieren - falls es sie geben wird.



Siegfried
--
http://www.schmidt.ath.cx

Autor: marc.gerges@gmail.com (Marc Gerges) (2007-06-20 12:42:37)

Michael Landenberger wrote:
>
> Du darfst die Leistungswerte nicht vergleichen. Lt. meinen Informationen hat
> das Auto eine Reichweite von 400 km und eine Akkukapazität von 70 kWh. Bei
> dem in USA geltenden Tempolimit von max. 120 km/h müsste eine Akkuladung für
> 3 Std. 20 Minuten Fahrzeit reichen (exakt diese Zeit benötigt man bei 120
> km/h für 400 km). Eine Akkuladung hält nur dann so lange, wenn man dem Akku
> nicht mehr als durchschnittlich 21 kW entnimmt, das sind weniger als 30 PS.
> Und jetzt darfst du gerne mal diese 30 PS mit der Leistung eines V8 oder V12
> vergleichen.

Nun, ein V8 oder V12 wird bei diesen Geschwindigkeiten die gleiche
Leistung entwickeln - mehr braucht ein Auto nun mal nicht, um 120 zu
halten.

Der Überschuss wird beim Benziner halt an der Drosselklappe weggekippt.

cu
.\\arc

Autor: Wolfgang May (2007-06-20 12:18:55)

Marc Gerges wrote:
> Michael Landenberger wrote:
> >
> > Du darfst die Leistungswerte nicht vergleichen. Lt. meinen Informationen hat
> > das Auto eine Reichweite von 400 km und eine Akkukapazität von 70 kWh. Bei
> > dem in USA geltenden Tempolimit von max. 120 km/h müsste eine Akkuladung für
> > 3 Std. 20 Minuten Fahrzeit reichen (exakt diese Zeit benötigt man bei 120
> > km/h für 400 km). Eine Akkuladung hält nur dann so lange, wenn man dem Akku
> > nicht mehr als durchschnittlich 21 kW entnimmt, das sind weniger als 30 PS.
> > Und jetzt darfst du gerne mal diese 30 PS mit der Leistung eines V8 oder V12
> > vergleichen.
>
> Nun, ein V8 oder V12 wird bei diesen Geschwindigkeiten die gleiche
> Leistung entwickeln - mehr braucht ein Auto nun mal nicht, um 120 zu
> halten.

Das schon. Aber halt auch nur "halten". In der Ebene.
Die Angabe "700PS" zu dem Auto ist einfach nur (bewusst?) irrefuehrend.

Siehe die Angaben zum Toyota Prius. Auf dem Papier stehen da 78PS
Benziner+68PS Elektro. Auf mittleren Strecken bleiben am Berg gerade
mal die 78PS eines mit 115Nm auch noch mickrigen 1.4l-Benziners. Das
ist bei 1400 kg Leergewicht schlechter als bei einem 200D/8, auch als
Wanderduene bezeichnet, der 70er.

Diese Dinger begegnen mir von Zeit zu Zeit auf der durchaus huegeligen
A5/A7. Auffaellig ist oft, dass sie bergab (mehr als) zuegig unterwegs
sind (locals bremsen immerhin bei dem stationaeren Blitzer im
Werratal), und am naechsten Berg sagenhaft eingehen und teilweise
sogar manchen LKWs im Weg sind.

Wolfgang

Autor: Michael Wang (2007-06-20 15:25:31)

Was mich persönlich etwas griemeln läßt ist der Satz, daß "virtuelles
Motorengeräusch" aus den Speakern kommen soll...

Wenn die Leute schon einen Elektrosportler bauen, finde ich, daß ich
gern merken will, in einem solchen zu sitzen! Genauso wie sich mir die
Nackenhaare wohlig aufstellen, wenn Ausgangs der Brünnchengeraden die
Turbos pfeifen und zwitschern, will ich auch eine passende Soundkulisse
bei einem Elektroauto. Und das ist IMHO gerade nicht "Motorengeräusch",
denn das ist genauso eine Mogelpackung wie eventuelles Einspielen von
V8-Geblubber bei einem Suzuki Alto!

Wie sich das anhören sollte? Na ja, was ist an RUHE so schlimm?
Andererseits, ein vernehmliches, zorniges summen und heulen wie die
schnellen Elektro-RC-Cars wäre auch distinktiv... Sound-Designer der
Welt, hier ist eure Chance*g*

Gruß
Micha

Autor: "Michael Landenberger" (2007-06-20 15:55:06)

"Michael Wang" schrieb:

> Wenn die Leute schon einen Elektrosportler bauen, finde ich, daß ich
> gern merken will, in einem solchen zu sitzen!

Im Gegensatz zum 911er kannst du die (künstliche) Geräuschkulisse beim
Elektroauto abschalten ;-)

> Wie sich das anhören sollte? Na ja, was ist an RUHE so schlimm?
> Andererseits, ein vernehmliches, zorniges summen und heulen wie
> die schnellen Elektro-RC-Cars wäre auch distinktiv...
> Sound-Designer der Welt, hier ist eure Chance*g*

Ich wäre für ein anständiges TGV-Geräusch, am besten das vom Weltrekord-TGV
(<http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,475388,00.html>;). Dieses
Geräusch dürfte optimal geeignet sein, um speziell bei einem Elektrofahrzeug
Assoziationen von Kraft und Geschwindigkeit zu wecken ;-)

Gruß

Michael

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