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Autoverkauf nach Holland, irgendwas zu beachten?


Autor: Heiko Kradewitch (2006-11-28 13:38:36)

Hallo,
ich habe jetzt einen Käufer für den Unfaller meiner Frau gefunden. Der
ist aber aus Holland und macht sich einen 500 km Weg, nur um den Golf
abzuholen. Von mir aus, gerne.

Nun aber meine Fragen. Das Auto ist selbstverständlich abgemeldet. Muß
ich beim Verkauf auf irgendwas achten? Irgendwelche Gaunereien oder
Tricks, die der Käufer versuchen könnte? Falschgeldrisiko ist klar, das
muß ich sehen. Wie ist das mit Verträgen. Braucht der für die Ausfuhr
irgendwelche Papiere? Ich habe etwas bammel, daß der von mir verlangt,
daß ich Dokumente in holländischer Sprache unterzeichnen soll.

Für diverse Tipps um Fallstricken aus dem Weg zu gehen bin ich sehr dankbar.

Grüße,
Heiko

Autor: Frank Kemper (2006-11-28 14:07:14)

Heiko Kradewitch haute in die Tasten:

> Muß
> ich beim Verkauf auf irgendwas achten?

Du solltest den Holländer bitten, sich auszuweisen. Du könntest ihn
bitten, dass Du Dir von seinem Personalausweis eine Kopie machen
darfst. Auf der Kopie bzw. auf dem Kaufvertrag solltet Ihr beide
handschriftlich vermerken, dass er das Auto von Dir gekauft hat, dass
es ein Teileträger ist (wg. Gewährleistung) und wann er ihn
übernommen hat. Ggfs. musst Du gegenüber den deutschen Behörden
irgendwann mal den Nachweis erbringen, dass Du das Auto verkauft
hast, weil sonst fraglich wäre, ob der Wagen ordnungsgemäß entsorgt
wurde.

Frank

Autor: Frank Kemper (2006-11-28 14:07:14)


Autor: Frank Kemper (2006-11-28 14:07:14)

Heiko Kradewitch haute in die Tasten:

> Muß
> ich beim Verkauf auf irgendwas achten?

Du solltest den Holländer bitten, sich auszuweisen. Du könntest ihn
bitten, dass Du Dir von seinem Personalausweis eine Kopie machen
darfst. Auf der Kopie bzw. auf dem Kaufvertrag solltet Ihr beide
handschriftlich vermerken, dass er das Auto von Dir gekauft hat, dass
es ein Teileträger ist (wg. Gewährleistung) und wann er ihn
übernommen hat. Ggfs. musst Du gegenüber den deutschen Behörden
irgendwann mal den Nachweis erbringen, dass Du das Auto verkauft
hast, weil sonst fraglich wäre, ob der Wagen ordnungsgemäß entsorgt
wurde.

Frank

Autor: Heiko Kradewitch (2006-11-28 15:09:47)

Frank Kemper schrieb:
> Du solltest den Holländer bitten, sich auszuweisen. Du könntest ihn
> bitten, dass Du Dir von seinem Personalausweis eine Kopie machen
> darfst. Auf der Kopie bzw. auf dem Kaufvertrag solltet Ihr beide
> handschriftlich vermerken, dass er das Auto von Dir gekauft hat, dass
> es ein Teileträger ist (wg. Gewährleistung) und wann er ihn
> übernommen hat. Ggfs. musst Du gegenüber den deutschen Behörden
> irgendwann mal den Nachweis erbringen, dass Du das Auto verkauft
> hast, weil sonst fraglich wäre, ob der Wagen ordnungsgemäß entsorgt
> wurde.

Muß ich nicht sowieso auch bei einem abgemeldeten Fahrzeug eine
Veräußerungsanzeige an die Zulassungsstelle machen?

Grüße,
Heiko

Autor: Heiko Kradewitch (2006-11-28 15:18:56)

Heiko Kradewitch schrieb:
> Muß ich nicht sowieso auch bei einem abgemeldeten Fahrzeug eine
> Veräußerungsanzeige an die Zulassungsstelle machen?

Hab hierzu folgenden interessanten Text bei einer Zulassungsstelle gefunden:

<http://www.bodenseekreis.de/2398.html>;

| Wenn Ihr Fahrzeug bereits abgemeldet ist und Sie verkaufen es ins
| Ausland, muss es vor der Ausfuhr vom deutschen Zulassungsverfahren
| gelöscht werden. Bitte legen Sie uns in diesem Fall den Fahrzeugbrief,
| Fahrzeugschein (Abmeldebescheinigung), oder Zulassungsbescheinigung
| Teil II und Teil I zur Entwertung vor."

Wer macht denn sowas? Die meisten Leute geben doch den Russen oder was
auch immer einfach Brief und Schein des abgemeldeten Fahrzeuges mit. Das
gäbe ja tausendfach Ärger.

Da Fuppe ich doch glatt mal zurück zu dsrs.

Grüße,
Heiko

Autor: Dirk Schneider (2006-11-28 17:08:08)

Heiko Kradewitch schrieb am 28.11.2006 13:38:

> Ich habe etwas bammel, daß der von mir verlangt, daß ich Dokumente
> in holländischer Sprache unterzeichnen soll.

Wo wäre das Problem? ;-)

SCNCLR

Gruß Dirk.

--
Labour e breizh evid ar vretoned.

Autor: Heiko Kradewitch (2006-11-28 20:08:17)

Jens Tönsing schrieb:
> Einfach mit dem Käufer zusammen zu Deiner Hausbank gehen und ihn das
> Geld bar auf Dein Konto einzahlen lassen. Dann hast Du Sicherheit.

Das ist für mich leider nicht so einfach, da die nächste Bank nicht
gerade um die Ecke ist und ich zudem noch bei einer Internet Bank bin.
Ich habe mich schon reichlich über Sicherheitsmerkmale informiert und
das mittlerweile so gute Fälschungen auf dem Markt sind, daß sie der
Fachmann nicht auf Anhieb erkennen könnte. Ein Sicherheitsmerkmal
allerdings wäre bisher noch nicht reproduziert worden: Die
Farbveränderung der Zahl (50) bei Scheinen ab 50 EUR, wenn man den
Schein kippt. Mal sehen, ich werde das schon hinbekommen.

> Ich persönlich würde nichts unterzeichnen, was ich nicht verstehe.

Ja, eigentlich klar. War eine dumme Frage.

Grüße,
Heiko

Autor: Gerald Gruner (2006-11-28 20:16:52)

Heiko Kradewitch schrieb am Tue, 28 Nov 2006:

> Hallo,
> ich habe jetzt einen Käufer für den Unfaller meiner Frau gefunden. Der
> ist aber aus Holland und macht sich einen 500 km Weg, nur um den Golf
> abzuholen. Von mir aus, gerne.
>
> Nun aber meine Fragen. Das Auto ist selbstverständlich abgemeldet. Muß
> ich beim Verkauf auf irgendwas achten? Irgendwelche Gaunereien oder
> Tricks, die der Käufer versuchen könnte? Falschgeldrisiko ist klar, das
> muß ich sehen. Wie ist das mit Verträgen. Braucht der für die Ausfuhr
> irgendwelche Papiere? Ich habe etwas bammel, daß der von mir verlangt,
> daß ich Dokumente in holländischer Sprache unterzeichnen soll.
>
> Für diverse Tipps um Fallstricken aus dem Weg zu gehen bin ich sehr dankbar.

1. keine Dokumente in holländischer Sprache unterzeichnen, wenn du sie
nicht lesen kannst.
2. Beschreib genau den Zustand des Wagens als Unfallwagen mit seinen
Schäden, damit da keine Zweifel bestehen
3. schreib dir die Käuferdaten incl. Ausweisnummer o.ä. sehr genau
auf, da du AFAIK ansonsten die sachgerechte Verschrottung deines Autos
beweisen musst
4. Bargeld lacht; Klassiker ist Bezahlung per Scheck mit höherer
Summe, bei der du die Differenz auszahlst (für "Benzingeld") und der
Scheck dann platzt


MfG
Gerald

--
No trees were killed in the sending of this message. However
a large number of electrons were terribly inconvenienced.

Autor: "Gudkov Eugen" (2006-11-29 10:30:23)

Wo liegt das Problem?
Sind etwa alle Hollaender nicht vertrauenswuerdig?

@Unterschrift
Und wenn der Russkii Auto kauft und deutsche Papiere unterschreiben soll?

Fremdsprachen lernen muessen Sie nicht, aber es gibt immer
Uebersetzeragentur in der Umgebung, die berechtigt ist solche Unterlagen
vorzubereiten. Die koennen bescheid sagen, dass alles in Ordnung ist.


"Gerald Gruner" wrote in message
news:jn2pm2llrlpc2c99s2afrel37csd39nb7u@4ax.com...
> Heiko Kradewitch schrieb am Tue, 28 Nov 2006:
>
>> Hallo,
>> ich habe jetzt einen Käufer für den Unfaller meiner Frau gefunden. Der
>> ist aber aus Holland und macht sich einen 500 km Weg, nur um den Golf
>> abzuholen. Von mir aus, gerne.
>>
>> Nun aber meine Fragen. Das Auto ist selbstverständlich abgemeldet. Muß
>> ich beim Verkauf auf irgendwas achten? Irgendwelche Gaunereien oder
>> Tricks, die der Käufer versuchen könnte? Falschgeldrisiko ist klar, das
>> muß ich sehen. Wie ist das mit Verträgen. Braucht der für die Ausfuhr
>> irgendwelche Papiere? Ich habe etwas bammel, daß der von mir verlangt,
>> daß ich Dokumente in holländischer Sprache unterzeichnen soll.
>>
>> Für diverse Tipps um Fallstricken aus dem Weg zu gehen bin ich sehr
>> dankbar.
>
> 1. keine Dokumente in holländischer Sprache unterzeichnen, wenn du sie
> nicht lesen kannst.
> 2. Beschreib genau den Zustand des Wagens als Unfallwagen mit seinen
> Schäden, damit da keine Zweifel bestehen
> 3. schreib dir die Käuferdaten incl. Ausweisnummer o.ä. sehr genau
> auf, da du AFAIK ansonsten die sachgerechte Verschrottung deines Autos
> beweisen musst
> 4. Bargeld lacht; Klassiker ist Bezahlung per Scheck mit höherer
> Summe, bei der du die Differenz auszahlst (für "Benzingeld") und der
> Scheck dann platzt
>
>
> MfG
> Gerald
>
> --
> No trees were killed in the sending of this message. However
> a large number of electrons were terribly inconvenienced.

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