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F: Halten modern Dieselmotoren =?ISO-8859-15?länger als =?ISO-8859-15?moderne Benziner?
Autor: "Michael Hagen" (2006-02-26 03:43:47)
"Tobias Richter" schrieb:
> Von den am Markt befindlichen aktuellen Systemen werden die PD
Lösungen
> als sehr langlebig angesehen.
Das hör ich gern :-)
>> -Mercedes Benz D220, 16 Jahre, 480tkm, NULL Reperaturen wegen
>> Motorproblemen.
>> -VW Polo 86C(Benziner), 14 Jahre, 370tkm, nur Kleinkramreperaturen.
>> Beide am TÜV gestorben. :-(
>
> ... und sowas will heute keiner mehr fahren.
> Der 220D war bei 130kmh am Ende und der nackte Polo war nett, aber mehr
> nicht.
Es waren immerhin Autos die einen von A nach B brachten. Aber gut, ja, heute
will die wohl keiner mehr fahren...
> An den Kisten war eben einfach nicht dran, was kaputt gehen konnte
Eben das! Und wenn doch mal was kaputt ging, konnte man das selber noch
irgendwie hinbiegen.
Heute scheints ja schon normal zu sein, dass man für den Lampenwechsel in
die Werkstatt muss.
Gruß
Micha
Autor: Franz Borgerding (2006-02-26 15:02:03)
Am Sun, 26 Feb 2006 03:43:47 +0100 schrieb Michael Hagen:
>
> Es waren immerhin Autos die einen von A nach B brachten. Aber gut, ja,
heute
> will die wohl keiner mehr fahren...
Eben. Aber wenn ich ein Auto auf die reine Aufgabe a->b reduziere, dann
entscheide ich rational.
Wie lesen sich folgende Dinge?
- 6l/100km Diesel (Heizöl ginge prinzipiell auch;-)
- null Elektronik
- günstigste Verschleiß-/Ersatzteile (Ölfilter 4,80EUR,
Querlenker vo
keine 70,-)
- ein Großteil der Reparaturen selbst durchführbar (kein
Fehlerspeicher:-), normaler Werkzeugsatz langt)
- Pannenhilfe meist mit Rödeldraht, Klebeband und einfacher
Werkzeugkiste
Klingt gut, oder? Da bleibt aber dann nur noch so etwas in der Kategorie
BR124 oder 201. Und damit will ja heute keiner mehr fahren. Meine
Freundin hat sich bewußt so entschieden und beantwortet verwunderte
Fragen, wie sie als Krankenschwester Benz fahren kann immer ganz
einfach: "Einen Corsa kann ich mir nicht leisten". Den hatte sie
vorher.
Lieber zweimal mehr im Monat Essen gehen, als Wartungskosten für einen
fahrbaren Untersatz vorhalten zu müssen:-)
>> An den Kisten war eben einfach nicht dran, was kaputt gehen konnte
>
> Eben das! Und wenn doch mal was kaputt ging, konnte man das selber noch
> irgendwie hinbiegen.
ACK.
> Heute scheints ja schon normal zu sein, dass man für den
Lampenwechsel in
> die Werkstatt muss.
Ja. Jeder regt sich zwar drüber auf, aber andere Autos sind ja "nicht
fahrbar". Ein Kollege beschwerte sich neulich über sein Auto (kein
Benz;
was es genau ist, sage ich nicht): Zum Wechsel der Blinkerbirne ist ein
Werkstattaufenthalt nötig für etwas >300,- (!). Da war ich auch
erstmal
froh, daß ich schon auf dem Stuhl saß.
Ein schönes Auto ist es trotzdem. Nur eben nicht rational in der
Kaufentscheidung begründbar.
Aber das interessiert auch keinen. Die Entscheidungsmuster beim
Durchschnittskäufer gehen in der Prioritätenliste nach
"Emotion",
"Technik", "Kaufpreis". Und dann kommt eine ganze Weile
lang nichts.
Ganz wenige machen sich noch Gedanken über Wartungsaufwand oder die
Gretchenfrage "Steuerkette/Zahnriemen". Der Normalkäufer hat
sich
bereits nach "Emotion" endgültig entschieden. Und das ist auch
gut so,
sonst würden kaum noch Neuwägen verkauft und der Anteil an
kinderkrankheitenfreien Gebrauchten ginge auch stark gegen Null.
Beste Grüße,
Franz
--
Franz S. Borgerding | Varus war der einzige römische Feldherr,
| dem es gelang, von den Deutschen
| besiegt zu werden.
orcus@borgerding.de | (Johann Georg August Galletti)
Autor: Franz Borgerding (2006-02-26 15:02:03)
Autor: Franz Borgerding (2006-02-26 15:02:03)
Am Sun, 26 Feb 2006 03:43:47 +0100 schrieb Michael Hagen:
>
> Es waren immerhin Autos die einen von A nach B brachten. Aber gut, ja,
heute
> will die wohl keiner mehr fahren...
Eben. Aber wenn ich ein Auto auf die reine Aufgabe a->b reduziere, dann
entscheide ich rational.
Wie lesen sich folgende Dinge?
- 6l/100km Diesel (Heizöl ginge prinzipiell auch;-)
- null Elektronik
- günstigste Verschleiß-/Ersatzteile (Ölfilter 4,80EUR,
Querlenker vo
keine 70,-)
- ein Großteil der Reparaturen selbst durchführbar (kein
Fehlerspeicher:-), normaler Werkzeugsatz langt)
- Pannenhilfe meist mit Rödeldraht, Klebeband und einfacher
Werkzeugkiste
Klingt gut, oder? Da bleibt aber dann nur noch so etwas in der Kategorie
BR124 oder 201. Und damit will ja heute keiner mehr fahren. Meine
Freundin hat sich bewußt so entschieden und beantwortet verwunderte
Fragen, wie sie als Krankenschwester Benz fahren kann immer ganz
einfach: "Einen Corsa kann ich mir nicht leisten". Den hatte sie
vorher.
Lieber zweimal mehr im Monat Essen gehen, als Wartungskosten für einen
fahrbaren Untersatz vorhalten zu müssen:-)
>> An den Kisten war eben einfach nicht dran, was kaputt gehen konnte
>
> Eben das! Und wenn doch mal was kaputt ging, konnte man das selber noch
> irgendwie hinbiegen.
ACK.
> Heute scheints ja schon normal zu sein, dass man für den
Lampenwechsel in
> die Werkstatt muss.
Ja. Jeder regt sich zwar drüber auf, aber andere Autos sind ja "nicht
fahrbar". Ein Kollege beschwerte sich neulich über sein Auto (kein
Benz;
was es genau ist, sage ich nicht): Zum Wechsel der Blinkerbirne ist ein
Werkstattaufenthalt nötig für etwas >300,- (!). Da war ich auch
erstmal
froh, daß ich schon auf dem Stuhl saß.
Ein schönes Auto ist es trotzdem. Nur eben nicht rational in der
Kaufentscheidung begründbar.
Aber das interessiert auch keinen. Die Entscheidungsmuster beim
Durchschnittskäufer gehen in der Prioritätenliste nach
"Emotion",
"Technik", "Kaufpreis". Und dann kommt eine ganze Weile
lang nichts.
Ganz wenige machen sich noch Gedanken über Wartungsaufwand oder die
Gretchenfrage "Steuerkette/Zahnriemen". Der Normalkäufer hat
sich
bereits nach "Emotion" endgültig entschieden. Und das ist auch
gut so,
sonst würden kaum noch Neuwägen verkauft und der Anteil an
kinderkrankheitenfreien Gebrauchten ginge auch stark gegen Null.
Beste Grüße,
Franz
--
Franz S. Borgerding | Varus war der einzige römische Feldherr,
| dem es gelang, von den Deutschen
| besiegt zu werden.
orcus@borgerding.de | (Johann Georg August Galletti)
Autor: Mathias Danke (2006-02-26 15:32:23)
Franz Borgerding schrieb am 26.02.2006 15:02:
> Freundin hat sich bewußt so entschieden und beantwortet verwunderte
> Fragen, wie sie als Krankenschwester Benz fahren kann immer ganz
> einfach: "Einen Corsa kann ich mir nicht leisten".
*ROTFL* ... Den muss ich mir merken. :)
> Aber das interessiert auch keinen. Die Entscheidungsmuster beim
> Durchschnittskäufer gehen in der Prioritätenliste nach
"Emotion",
> "Technik", "Kaufpreis". Und dann kommt eine ganze
Weile lang nichts.
> Ganz wenige machen sich noch Gedanken über Wartungsaufwand oder die
> Gretchenfrage "Steuerkette/Zahnriemen". Der Normalkäufer
hat sich
> bereits nach "Emotion" endgültig entschieden.
Schoen geschrieben. Wobei ich der Prioritaetenliste noch Ausstattung
hinzufuegen wuerde. Zumindest einigen Autokaeufern meines Umfeldes
ist es wichtig, eine Art "Vollpension" im Auto zu haben.
--
Oo==00==oO
Autor: Andreas Wenzel (2006-03-01 01:35:13)
Kai Tönnies wrote:
> [...]
> Eine Lkw-Düse (PumpeDüse) öffnet in ihrem Leben rund 1
Milliarde mal.
Ist das nicht viel zu wenig? Das reicht gerade mal für 556 Stunden
Betrieb mit 1000 u/min, bei Tempo 80 sind das gerade mal 44tkm.
Verschleissen die im LKW wirklich so viel schneller als im PKW?
Gruß,
Andreas
Autor: Andreas Wenzel (2006-03-01 20:48:46)
Kai Tönnies wrote:
> [...]
> Du solltest so spät nicht mehr rechnen. ;)
Die Zeit ist heute so schnell vergangen, da kann man doch mal Minuten
mit Sekunden verwechseln... ;-)
> 2,5 Mio. km sind es eher.
Ja, das kommt besser hin.
Gruß,
Andreas
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