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BMW 523i - unbenutzbar bei Schnee?


Autor: Frank Kemper (2005-12-30 11:50:33)

Hauke Hagenhoff haute in die Tasten:

> Man liest am Unterton, daß Du die Lösungen von BMW toll findest.
> Nun, jeder hat ein Recht auf schlechten Geschmack.

Wie Björn schon schrieb: Arbeite an Deinen Diskussionsniveau. Jetzt.
>
> Objektiv betrachtet sind BMWs einfach nur mißlungen. Der
> gängigen Lehre entsprechend ("form follows function") ist die
> Grenze zwischen Design und Kunst so definiert, daß beim Design
> die Funktion nicht beeinträchtigt wird.
>

"Form Follows Function" stammt von Walter Gropius und dient heute als
Entschuldigung für städtebauliche Sünden wie die Gropiusstadt in
Berlin. Und was die Funktion betrifft: Welche Funktion meinst Du? BMW
verkauft seine Produkte ganz eindeutig als Fahrmaschinen, nicht als
Raumwunder oder Komfort-Könige. Nicht umsonst heißt das Firmenmotto
in Deutschland "aus Freude am Fahren", in den USA "Sheer Driving
Pleasure". Und da ist es eben wichtiger, dass der aktuelle 5er eine
komplizierte Hinterachse aus Alu-Teilen hat, die eine maximale
Kurvenperformance ermöglicht, als dass man die Rücksitzbank umklappen
kann.

Um mal wieder auf den Ursprung zurückzukommen: Wenn die gewünschte
Funktion "Fahrspaß" heißt, dann liegt BMW auch mit seinem Heckantrieb
goldrichtig. Ich habe den Vergleich, ich habe einen BMW und einen
Citroen (das exakte Gegenteil: praktisch, komfortabel, Frontantrieb).
Unter dem Strich fährt sich der Citroen problemloser, aber der BMW
macht eindeutig mehr Spaß, und zwar eine ganze Portion mehr Spaß.

Frank

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Citroen - Made in Trance

Autor: Frank Kemper (2005-12-30 11:54:18)

Hauke Hagenhoff haute in die Tasten:

> Anderes Bleistift: Ich habe schon fast alles ab SEAT Toledo
> aufwärts als Taxi rumfahren sehen, aber noch keinen BMW.
> Das kann ja nicht den Grund haben, daß BMWs qualitativ
> schlechter wären als Mercedes (haha), eine schlechtere
> Straßenlage hätten (buahaha) oder zu teuer wären (Mercedes ist
> wohl eher teurer...), sondern ergibt sich einfach schlüssig
> daraus, daß es von BMWs keine echten Limousinen gibt (Geschweige
> denn Großraumlimousinen).
>

Wenn Du in München ein Taxi rufst, liegt die Chance bei etwa 20
Prozent, dass ein BMW kommt. 5er Touring in Taxibeige sind hier keine
Seltenheit. BTW: Ein Porsche Cayenne ist auch kein Taxi, ein Jaguar
ebenfalls nicht. Und, sind das deshalb Autos, die keiner kauft?

Frank

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Citroen - Made in Trance

Autor: Frank Kemper (2005-12-30 11:54:18)


Autor: Frank Kemper (2005-12-30 11:54:18)

Hauke Hagenhoff haute in die Tasten:

> Anderes Bleistift: Ich habe schon fast alles ab SEAT Toledo
> aufwärts als Taxi rumfahren sehen, aber noch keinen BMW.
> Das kann ja nicht den Grund haben, daß BMWs qualitativ
> schlechter wären als Mercedes (haha), eine schlechtere
> Straßenlage hätten (buahaha) oder zu teuer wären (Mercedes ist
> wohl eher teurer...), sondern ergibt sich einfach schlüssig
> daraus, daß es von BMWs keine echten Limousinen gibt (Geschweige
> denn Großraumlimousinen).
>

Wenn Du in München ein Taxi rufst, liegt die Chance bei etwa 20
Prozent, dass ein BMW kommt. 5er Touring in Taxibeige sind hier keine
Seltenheit. BTW: Ein Porsche Cayenne ist auch kein Taxi, ein Jaguar
ebenfalls nicht. Und, sind das deshalb Autos, die keiner kauft?

Frank

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Citroen - Made in Trance

Autor: Frank Kemper (2005-12-30 12:07:02)

Benjamin Gawert haute in die Tasten:

> Definitiv. Ich habe noch keinen Automobilhersteller erlebt, der so
> ignorant gegenüber seinen Kunden aufgetreten und für den Kulanz so
> extrem fremd ist.

Der Fortschritt bleibt nicht stehen. Die anderen Autohersteller haben
in dieser Beziehung IMHO sehr deutlich aufgeholt, aber Du hast recht,
was ich bei BMW schon erlebt habe, das gibts auf keinem Schiff.

Ganz heftige Nummer: An meinem E30 ist vor ca. 2 Jahren der Antrieb
vom E-Verdeck kaputtgegangen. Da ich (wg. diverser Erfahrungen) den
Wagen bereits seit einigen Jahren nicht mehr bei BMW reparieren
lasse, ging ich zu meinem Schrauber. Er meinte: Die E-Antriebseinheit
ist hin, Sie brauchen eine neue, ist aber sehr teuer (ca. 500 Euro
als Neuteil). Ich habe auf eBay einen gefunden, der mir eine neue
Einheit für die Hälfte anbot. Okay, Einheit gekauft, ab zum
Schrauber. der ruft mich nach drei Tagen an und sagt, er kriegt die
Sache nicht gebacken, braucht dazu spezielle Lehren und
Spezialwerkzeug, hat aber einen Freund, der arbeitet als Meister bei
der Werksniederlassung in München am Frankfurter Ring, da wo sie alle
Cabrio-Reparaturen machen. An den würde er das weiterleiten. Zwei
Tage später die Nachricht: Die E-Einheit funktioniert nicht,
vermutlich ein defektes Ausschussteil, dass - statt es zu
verschrotten - eben an mich unter der Hand verkauft worden sei. Man
hat mir dann "zum Sonderpreis" eine neue E-Einheit eingebaut, alles
zusammen über 900 Euro!

Ich habe mich dann mit dem Typen gestritten, der mir die E-Einheit
verkauft hatte, er hat sie nochmal gecheckt und behauptet, sie sei
okay. Nachdem das Ding hier zwei Jahre rumlag, habe ich sie - mit
schlechtem Gewissen und unter Ausschluss der Gewährleistung - auf
eBay an eine Frau aus Österreich weiterverkauft. Nach zwei Tagen
kriege ich eine Mail: "Mein Schrauber hat das Teil eingebaut, und
mein Cabrio ist jetzt wieder wie neu! Vielen Dank!"

Weiß jemand einen zuverlässigen Schrauber für BMW im Münchner Westen?

Frank

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Citroen - Made in Trance

Autor: Benjamin Gawert (2005-12-30 13:25:44)

Frank Kemper schrieb:

>>Definitiv. Ich habe noch keinen Automobilhersteller erlebt, der so
>>ignorant gegenüber seinen Kunden aufgetreten und für den Kulanz so
>>extrem fremd ist.
>
>
> Der Fortschritt bleibt nicht stehen. Die anderen Autohersteller haben
> in dieser Beziehung IMHO sehr deutlich aufgeholt, aber Du hast recht,
> was ich bei BMW schon erlebt habe, das gibts auf keinem Schiff.

Naja, mit Audi hab ich da andere Erfahrungen gemacht. Als ich z.B.
damals bei meinem A8 4,2 ein undichtes Lenkgetriebe hatte, wurde mir das
trotz des Fahrzeugalters von ~3,5 Jahren und einer Laufleistung von
knapp 120tkm komplett auf Kulanz ersetzt...

Aber es stimmt schon, andere Hersteller haben BMWs Vorsprung in diesem
Punkt schon eingeholt (z.B. Mercedes)...

> Ganz heftige Nummer: An meinem E30 ist vor ca. 2 Jahren der Antrieb
> vom E-Verdeck kaputtgegangen. Da ich (wg. diverser Erfahrungen) den
> Wagen bereits seit einigen Jahren nicht mehr bei BMW reparieren
> lasse, ging ich zu meinem Schrauber. Er meinte: Die E-Antriebseinheit
> ist hin, Sie brauchen eine neue, ist aber sehr teuer (ca. 500 Euro
> als Neuteil). Ich habe auf eBay einen gefunden, der mir eine neue
> Einheit für die Hälfte anbot. Okay, Einheit gekauft, ab zum
> Schrauber. der ruft mich nach drei Tagen an und sagt, er kriegt die
> Sache nicht gebacken, braucht dazu spezielle Lehren und
> Spezialwerkzeug, hat aber einen Freund, der arbeitet als Meister bei
> der Werksniederlassung in München am Frankfurter Ring, da wo sie alle
> Cabrio-Reparaturen machen. An den würde er das weiterleiten. Zwei
> Tage später die Nachricht: Die E-Einheit funktioniert nicht,
> vermutlich ein defektes Ausschussteil, dass - statt es zu
> verschrotten - eben an mich unter der Hand verkauft worden sei. Man
> hat mir dann "zum Sonderpreis" eine neue E-Einheit eingebaut, alles
> zusammen über 900 Euro!

Tolle Leistung!

> Ich habe mich dann mit dem Typen gestritten, der mir die E-Einheit
> verkauft hatte, er hat sie nochmal gecheckt und behauptet, sie sei
> okay. Nachdem das Ding hier zwei Jahre rumlag, habe ich sie - mit
> schlechtem Gewissen und unter Ausschluss der Gewährleistung - auf
> eBay an eine Frau aus Österreich weiterverkauft. Nach zwei Tagen
> kriege ich eine Mail: "Mein Schrauber hat das Teil eingebaut, und
> mein Cabrio ist jetzt wieder wie neu! Vielen Dank!"

Tja, so läufts bei den hiesigen BMW-Niederlassungen auch. Wenn ich nur
daran denke, dass die div. Wehwechen des 318ti compact meiner Frau mich
inzwischen mehr alss doppelt soviel gekostet haben, wie ich an
Reparaturen in meinen alten Audi V8 gesteckt habe, dann kommen einen
schon die Tränen. Zumal das Ding ja Golf-Klasse sein soll...

Benjamin

Autor: Benjamin Gawert (2005-12-30 13:28:33)

Frank Kemper schrieb:

> ACK. Wenn BMW sich nicht so verhalten würde, wäre die Marke
> austauschbar. So sind sie mittlerweile die einigen weltweit, die in
> jeder Baureihe einen 6-Zylinder-Reihenmotor anbieten. Früher war
> dieses Baukonzept Garant für die höchstmöglich erreichbare Laufruhe,
> mittlerweile kann man auch V6-Maschinen mit Ausgleichswellen so
> hintrimmen, dass sie mithalten können. Aber für BMW ist der Inline-6
> ein Alleinstellungsmerkmal, ebenso der Heckantrieb und die Priorität
> auf ein hochwertiges Fahrwerk statt auf maximale Raumökonomie.

Stimmt, die Fahrwerke von BMW sind wirklich eine Klasse für sich. Leider
kann Audi das inzwischen immer noch nicht...

Benjamin

Autor: Roman J. Rohleder (2005-12-30 13:52:27)

Frank Kemper schrieb:
>Hauke Hagenhoff haute in die Tasten:

>> Objektiv betrachtet sind BMWs einfach nur mißlungen. Der
>> gängigen Lehre entsprechend ("form follows function") ist die
>> Grenze zwischen Design und Kunst so definiert, daß beim Design
>> die Funktion nicht beeinträchtigt wird.

>"Form Follows Function" stammt von Walter Gropius

*moep*

Nein. Wird gerne Frank Lloyd Wright zugeschrieben, er hat sich aber
auch nur der Verbreitung (unter Ergaenzung!) "schuldig" gemacht.
Ursprung ist Loius Sullivan, Wright arbeitete ´ne Weile in dessen
Buero.

>und dient heute als
>Entschuldigung für städtebauliche Sünden wie die Gropiusstadt in
>Berlin.

Kaum. Hauke hat die Bedeutung schon recht treffend erfasst und
umschrieben.

>Frank

Gruss,
Roman
--
"Ich fuehle Portraits.
ich schmecke Landschaften.
Frei von Belichtungsmesser,
und Tiefenschaerfe." (aus "Pecker")

Autor: Stefan Barnikow (2005-12-30 13:50:49)

begin quoting Hauke Hagenhoff :
[...]
> Anderes Bleistift: Ich habe schon fast alles ab SEAT Toledo aufwärts als
> Taxi rumfahren sehen, aber noch keinen BMW.

5er sieht man in R am Bahnhof öfter mal neben Avensis, 626 und den
natürlich obligatorischen E-Klassen.

> Das kann ja nicht den Grund haben, daß BMWs qualitativ schlechter wären
> als Mercedes (haha), eine schlechtere Straßenlage hätten (buahaha) oder
> zu teuer wären (Mercedes ist wohl eher teurer...), sondern ergibt sich
> einfach schlüssig daraus, daß es von BMWs keine echten Limousinen gibt
> (Geschweige denn Großraumlimousinen).

Wie Du die Dinger einstufst, ist den Taxlern hier anscheinend egal.


Ciao,
Stefan

Autor: Stefan Barnikow (2005-12-30 13:38:30)

begin quoting Ulrich Mindrup :
> Stefan Barnikow schrieb:
>
>>
>> Würde man mit Allwetterreifen die gesetzlichen Anforderungen erfüllen?
>> Hab ich letztens auf einem Mietwagen gesehen.
>
> "Allwetterreifen" ist in meinen Augen ein vom Marketing geprägter
> Begriff. Wichtig sind die Eigenschaften des Reifens bei winterlichen
> Straßenverhältnissen.

Das war teilweise Grund für meine Nachfrage. Der Fahrer des erwähnten
Mietwagens hatte nach der ersten Fahrt in der Regensburger Innenstadt
einen kleinen Disput mit dem Beifahrer, ob da Sommerreifen drauf sind
oder nicht. Nachdem wir dazukamen und jemand auf die Flanke geguckt
hat, haben wir uns dann auf "winteruntaugliche Ganzjahresreifen"
geeinigt. :-/


Ich weiß nicht, was ich vor zehn Jahren auf dem Golf I hatte. Das
waren auf jeden Fall Ganzjahresreifen, und ich bin damit in den Alpen
besser durchgekommen als viele Winterreifenfahrer. Aber das Ding hat
auch nur die niedrigste Geschwindigkeitsklasse gebraucht. Vielleicht
stellt das geringere Anforderungen an die Hitzebeständigkeit, so daß
mehr Freiheiten für die Optimierung auf Haftung bei Kälte blieben.


Ciao,
Stefan

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